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Samstag, 04. 02. 2012. - 22:43
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Handels- und Industriekammer Russland (HIK)
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Kaliningrad
Die Sonderwirtschaftszone in der Region Kaliningrad wurde am 1. April 2006 gegründet. Hier gelten juristische Sonderregelungen für Unternehmertätigkeit und Investitionen. Betroffen sind nur die Unternehmen, die in der SWZ offiziell angemeldet und tätig sind (die so genannten Residenten der SWZ) und die ein Projekt mit mindestens 150 Mio. Rubel Kapitaleinlage in mindestens 3 Jahren ab Anmeldungsdatum realisieren.

Für sie gelten folgende Einkommens- und Vermögenssteuersätze: Die erste 6 Jahre 0% ; vom 7. bis zum 12. Jahr für die Vermögensteuer und regionale Einkommensteuer 50%. Die Miete für Projekte mit gepachteten Grundstücken bleibt für die Pachtvertragsdauer unverändert. Der Grundstückssteuersatz beträgt in den ersten 5 Jahren ebenfalls 0%. Die Region ist auch eine zollfreie Zone – Auslandswaren werden in die Region ohne Zollgebühren und Steuern oder Verbote und Begrenzungen aus wirtschaftlichen Gründen eingeführt. Die Einreise von Ausländern – Vertreter der Investoren oder Residenten – sowie die zu Verhandlungen über eine mögliche Zusammenarbeit eingeladenen Personen ist unkompliziert. Sie erhalten ihre Visa unmittelbar bei der Einreise am russischen Grenzübergang.

Die Enklave Kaliningrad ist die westlichste Region und von Russland durch die Grenzen zu Polen und Litauen sowie internationales Gewässer getrennt. Die Gesamtfläche beträgt 15.100 km², die Bevölkerungszahl liegt bei rund 939.900. Die größten Städte sind: Kaliningrad (424.600 Einw.), Sovetsk (43.200 Einw.), Tscherjachovsk (41.700 Einw.), Baltijsk (33,200 Einw.), Gusev (28.100 Einw.)

Die Wirtschaft ist geprägt durch Autoindustrie, Produktionsbetriebe für Unterhaltungselektronik sowie Elektrohaushaltsgeräte. Die Region bietet darüber hinaus gute Bedingungen für die Landwirtschaft: Raps, Getreide, Milch- und Fleischproduktion sowie die Weiterverarbeitung von Milch und Fleisch.

Hauptbodenschätze sind: Erdöl (zurzeit 12 Vorkommen), Gas, Bernstein, Stein- und Kalisalz, Anhydride, Phosphorite, Torf und Braunkohle. An der Küste von Kaliningrad befindet sich eine Vielzahl von Sanatorien und andere Erholungseinrichtungen.

Am 3. Februar 2007 wurde im Nationalpark der Region Kaliningrad die Tourismus- und Erholungssonderzone „Kurschskaja Kosa“ mit einer Gesamtfläche von 6.700 Hektar
gegründet. Hier sind folgende Tourismusrichtungen vorgesehen: Öko– und Erholungstourismus, Sporttourismus (Strände, ausgebaute Fahrradrouten, Segelfliegen, Wassersporttourismus). Dafür ist die Schaffung von mindestens 30.000 Arbeitsplätzen geplant sowie der Bau von über 4.000 neuen Übernachtungsmöglichkeiten. Man erwartet dadurch einen Anstieg der Besucherzahlen auf über 1 Mio. pro Jahr. Neben Hotels sollen Kindererholungs-Zentren entstehen und ein internationales Ökologie- und Bildungszentrum wird gebaut. Es entstehen eine Segel- und Wassersportschule, ein geschlossener Wasserpark, ein Kongresszentrum und Jachtclubs in Zelenogradsk, es wird die Siedlung Rybatschij mit ausgebauten Häfen errichtet und es entstehen ein Ethnographisches und ein Vogelkundemuseum sowie eine Biologiestation. Insgesamt wird die Infrastruktur verbessert und erneuert.
Kaliningrad - Informationen und Quellen
Neues Statut der Sonderwirtschaftszone Kaliningrad