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Sonderwirtschaftszonen

Sonderwirtschaftszonen (SWZ) in der Russischen Föderation

Im Jahre 2006 wurden durch ein Auswahlverfahren, an dem sich die Regionen der Russischen Föderation beteiligen konnten, weitere Sonderwirtschaftszonen ermittelt (geschätzte Gesamtzahl 30). Für die Entwicklung von Sonderwirtschaftszonen waren im Föderalbudget 2006 rund 8 Mrd. Rubel vorgesehen, weitere 8 Mrd. Rubel tragen die Regionen bei. Jede SWZ soll aus dem staatlichen Investitionsfonds in den folgenden 3 – 5 Jahren mit rund 20 – 300 Mio. USD gefördert werden.Die Sonderwirtschaftszone (SWZ) wird definiert als „ein von der Regierung der Russischen Föderation bestimmter Teil des Territoriums der Russischen Föderation, in dem Sonderregelungen zur unternehmerischen Tätigkeit Gültigkeit haben“.

Gemäß der Gesetzgebung werden in der Russischen Föderation Sonderwirtschaftszonen mit folgender Ausrichtung gegründet:

1.    Betriebs- und Produktionswirtschaftszone

Dazu zählen: SWZ im Gebiet Lipezk und SWZ in der Republik Tatarstan

2.    Sonderwirtschaftszone für die Einführung innovativer Technik

Dazu zählen: SWZ in Sankt-Petrersburg, SWZ in den Städten Zelenograd und Dubna (Gebiet Moskau) sowie SWZ im Gebiet Tomsk

3.    Sonderwirtschaftszone für Touristik und Erholung

Dazu zählen: SWZ im Gebiet Kaliningrad, SWZ in der Region Krasnodar, SWZ in der Region Stavropol, SWZ in der Region Altai; SWZ in der Republik Altai, SWZ in der Republik Burjatien, SWZ im Gebiet Irkutsk

Daneben gibt es bereits seit Jahren die beiden besonderen Sonderwirtschaftszonen mit Zollfreiheit im Kaliningrader Gebiet und in Magadan. Außerdem sind noch spezielle Touristen- und Hafenzonen vorgesehen, die jedoch anderen Gesetzen unterliegen. Im Jahr 2008 werden darüber hinaus noch fünf IT-Technologieparks entwickelt (Tumen, Kazan, Novosibirsk, Obninsk, Nishniy Novgorod), die keine Vergünstigungen anbieten, aber die Infrastruktur bereitstellen.

Die im Gesetz geregelten Vorteile für die in den SWZ angesiedelten Unternehmen umfassen u. a.:

  • Befreiung von Vermögens- und Bodensteuer
  • Zollvergünstigungen für Ausrüstungsgüter bis zum Eintreffen in der SWZ
  • Allgemeine Sozialsteuer mit einem Vorzugssteuersatz von 14 % anstatt 26 % (nur für Hightech-SWZ)
  • Gewinnsteuer 20 % anstatt 24 %
  • Schaffung der notwendigen Infrastruktur durch den Staat auf Kosten des öffentlichen Haushalts
  • Günstiger Pachtzins für Grundstücke
  • Gewährung weiterer Vergünstigungen gemäß Abkommen zwischen der Regierung der RF und der jeweiligen Region (z. B. vereinfachte Visumformalitäten, Kreditgewährung)
  • Staatliche Garantien für die getätigten Investitionen.
Entsprechend der Dauer der SWZ werden die Vorteile für 20 Jahre gewährt.
  • Allgemeine Informationen  ( 2 Beiträge )

    Sonderwirtschaftszonen (SWZ) in der Russischen Föderation

    Im Jahre 2006 wurden durch ein Auswahlverfahren, an dem sich die Regionen der Russischen Föderation beteiligen konnten, weitere Sonderwirtschaftszonen ermittelt (geschätzte Gesamtzahl 30). Für die Entwicklung von Sonderwirtschaftszonen waren im Föderalbudget 2006 rund 8 Mrd. Rubel vorgesehen, weitere 8 Mrd. Rubel tragen die Regionen bei. Jede SWZ soll aus dem staatlichen Investitionsfonds in den folgenden 3 – 5 Jahren mit rund 20 – 300 Mio. USD gefördert werden.Die Sonderwirtschaftszone (SWZ) wird definiert als „ein von der Regierung der Russischen Föderation bestimmter Teil des Territoriums der Russischen Föderation, in dem Sonderregelungen zur unternehmerischen Tätigkeit Gültigkeit haben“.

    Gemäß der Gesetzgebung werden in der Russischen Föderation Sonderwirtschaftszonen mit folgender Ausrichtung gegründet:

    1. Betriebs- und Produktionswirtschaftszone

    Dazu zählen: SWZ im Gebiet Lipezk und SWZ in der Republik Tatarstan

    2. Sonderwirtschaftszone für die Einführung innovativer Technik

    Dazu zählen: SWZ in Sankt-Petrersburg, SWZ in den Städten Zelenograd und Dubna (Gebiet Moskau) sowie SWZ im Gebiet Tomsk

    3. Sonderwirtschaftszone für Touristik und Erholung

    Dazu zählen: SWZ im Gebiet Kaliningrad, SWZ in der Region Krasnodar, SWZ in der Region Stavropol, SWZ in der Region Altai; SWZ in der Republik Altai, SWZ in der Republik Burjatien, SWZ im Gebiet Irkutsk

    Daneben gibt es bereits seit Jahren die beiden besonderen Sonderwirtschaftszonen mit Zollfreiheit im Kaliningrader Gebiet und in Magadan. Außerdem sind noch spezielle Touristen- und Hafenzonen vorgesehen, die jedoch anderen Gesetzen unterliegen. Im Jahr 2008 werden darüber hinaus noch fünf IT-Technologieparks entwickelt (Tumen, Kazan, Novosibirsk, Obninsk, Nishniy Novgorod), die keine Vergünstigungen anbieten, aber die Infrastruktur bereitstellen.

    Die im Gesetz geregelten Vorteile für die in den SWZ angesiedelten Unternehmen umfassen u. a.:

    • Befreiung von Vermögens- und Bodensteuer
    • Zollvergünstigungen für Ausrüstungsgüter bis zum Eintreffen in der SWZ
    • Allgemeine Sozialsteuer mit einem Vorzugssteuersatz von 14 % anstatt 26 % (nur für Hightech-SWZ)
    • Gewinnsteuer 20 % anstatt 24 %
    • Schaffung der notwendigen Infrastruktur durch den Staat auf Kosten des öffentlichen Haushalts
    • Günstiger Pachtzins für Grundstücke
    • Gewährung weiterer Vergünstigungen gemäß Abkommen zwischen der Regierung der RF und der jeweiligen Region (z. B. vereinfachte Visumformalitäten, Kreditgewährung)
    • Staatliche Garantien für die getätigten Investitionen.
    Entsprechend der Dauer der SWZ werden die Vorteile für 20 Jahre gewährt.
  • Dubna  ( 1 Beiträge )

    Zwei Sonderwirtschaftszonen in der Stadt Dubna

    Nr. 1 – auf 135,7 Hektar Fläche am linken Ufer der Stadt zwischen dem Fluss Wolga und dem Neubauareal: Diese Zone gehört zur Fläche (insgesamt 466,0 Hektar) des Russischen Programmierungszentrums. Geplant ist der Bau einer Programmiererstadt für 30.000 Einwohner, mit Büro- und Produktionsgebäuden für Forschungs- und Planungsunternehmen (einschließlich der Versuchsbetriebe) für neue Technologien und Produkte (Kernphysik- und Informationstechnologien). Hier werden auch Objekte der Innovations-, Ingenieur- und Transportinfrastruktur sowie Sozialeinrichtungen gebaut.

    Nr. 2 – auf 52,0 Hektar Fläche am rechten Ufer inmitten der „Neuen Industriezone“ (Gesamtfläche 124,0 Hektar): Hier entstehen Unternehmen mit serienorientierter High-tech Produktion, in erster Linie im Bereich der Kernphysik- und Informationstechnologie mit Laboratorien, Versuchsfeldern und Objekten der Innovations-, Ingenieur- und Transportinfrastruktur sowie Sozialeinrichtungen. Die Produktionsflächen werden 340.000 m2 betragen. Hauptbranchen sind: Kernphysik- und Informationstechnologie, Bio- und Medizintechnologie, Nanotechnologie und Werkstoffkunde. Diese Projekte sind unter Voraussetzung einer guten Infrastruktur in allen Branchen möglich. Dazu zählen die Organisation einer reibungslosen Zusammenarbeit von Staatsbehörden und Einrichtungen, d. h. Dienstleistungen „aus einer Hand“, Bildung und Weiterbildung von Fachleuten, sowie deren Versorgung mit Wohnflächen (geplant sind 595.000 m2). Es werden13.800 neue Arbeitsplätze entstehen, vorwiegend für junge, qualifizierte Fachleute aus Russland, den GUS-Staaten und dem Ausland. Dafür ist u. a. die Eingliederung der Universität „Dubna“ in die SWZ vorgesehen. Erwartet werden eine 1,5fache Erhöhung der Einwohnerzahl und ein Jahresproduktionsvolumen in Höhe von 16.600 Mio. Rubel.
  • Kaliningrad  ( 2 Beiträge )
    Die Sonderwirtschaftszone in der Region Kaliningrad wurde am 1. April 2006 gegründet. Hier gelten juristische Sonderregelungen für Unternehmertätigkeit und Investitionen. Betroffen sind nur die Unternehmen, die in der SWZ offiziell angemeldet und tätig sind (die so genannten Residenten der SWZ) und die ein Projekt mit mindestens 150 Mio. Rubel Kapitaleinlage in mindestens 3 Jahren ab Anmeldungsdatum realisieren.

    Für sie gelten folgende Einkommens- und Vermögenssteuersätze: Die erste 6 Jahre 0% ; vom 7. bis zum 12. Jahr für die Vermögensteuer und regionale Einkommensteuer 50%. Die Miete für Projekte mit gepachteten Grundstücken bleibt für die Pachtvertragsdauer unverändert. Der Grundstückssteuersatz beträgt in den ersten 5 Jahren ebenfalls 0%. Die Region ist auch eine zollfreie Zone – Auslandswaren werden in die Region ohne Zollgebühren und Steuern oder Verbote und Begrenzungen aus wirtschaftlichen Gründen eingeführt. Die Einreise von Ausländern – Vertreter der Investoren oder Residenten – sowie die zu Verhandlungen über eine mögliche Zusammenarbeit eingeladenen Personen ist unkompliziert. Sie erhalten ihre Visa unmittelbar bei der Einreise am russischen Grenzübergang.

    Die Enklave Kaliningrad ist die westlichste Region und von Russland durch die Grenzen zu Polen und Litauen sowie internationales Gewässer getrennt. Die Gesamtfläche beträgt 15.100 km², die Bevölkerungszahl liegt bei rund 939.900. Die größten Städte sind: Kaliningrad (424.600 Einw.), Sovetsk (43.200 Einw.), Tscherjachovsk (41.700 Einw.), Baltijsk (33,200 Einw.), Gusev (28.100 Einw.)

    Die Wirtschaft ist geprägt durch Autoindustrie, Produktionsbetriebe für Unterhaltungselektronik sowie Elektrohaushaltsgeräte. Die Region bietet darüber hinaus gute Bedingungen für die Landwirtschaft: Raps, Getreide, Milch- und Fleischproduktion sowie die Weiterverarbeitung von Milch und Fleisch.

    Hauptbodenschätze sind: Erdöl (zurzeit 12 Vorkommen), Gas, Bernstein, Stein- und Kalisalz, Anhydride, Phosphorite, Torf und Braunkohle. An der Küste von Kaliningrad befindet sich eine Vielzahl von Sanatorien und andere Erholungseinrichtungen.

    Am 3. Februar 2007 wurde im Nationalpark der Region Kaliningrad die Tourismus- und Erholungssonderzone „Kurschskaja Kosa“ mit einer Gesamtfläche von 6.700 Hektar
    gegründet. Hier sind folgende Tourismusrichtungen vorgesehen: Öko– und Erholungstourismus, Sporttourismus (Strände, ausgebaute Fahrradrouten, Segelfliegen, Wassersporttourismus). Dafür ist die Schaffung von mindestens 30.000 Arbeitsplätzen geplant sowie der Bau von über 4.000 neuen Übernachtungsmöglichkeiten. Man erwartet dadurch einen Anstieg der Besucherzahlen auf über 1 Mio. pro Jahr. Neben Hotels sollen Kindererholungs-Zentren entstehen und ein internationales Ökologie- und Bildungszentrum wird gebaut. Es entstehen eine Segel- und Wassersportschule, ein geschlossener Wasserpark, ein Kongresszentrum und Jachtclubs in Zelenogradsk, es wird die Siedlung Rybatschij mit ausgebauten Häfen errichtet und es entstehen ein Ethnographisches und ein Vogelkundemuseum sowie eine Biologiestation. Insgesamt wird die Infrastruktur verbessert und erneuert.
  • Lipezk  ( 1 Beiträge )
    Die Sonderwirtschaftszone „Lipezk“ liegt im Kreis Grjazi, unmittelbar am Verkehrsknoten Lipezk und Grjasi-Woronezhskie auf einer Fläche von 1.027 Hektar neben der Industriezone des Zentrums der Stadt Lipezk, rund 25 km vom Flughafen Lipezk entfernt.

    Hier sind hauptsächlich Industrieunternehmen für Maschinen- und Gerätebau, Haushaltstechnik, Elektromaschinenbau, Kunststoff- und Metallerzeugnisse, elektrische und elektronische Komponenten, Möbel u. a. untergebracht. Das Hauptziel dieser SWZ liegt in der Weiterentwicklung der Maschinenbauindustrie mit einer wettbewerbsfähigen Produktionspalette. Diese Betriebe haben schon Lieferverträge für Rohstoffe und fertige Erzeugnisse mit großen russischen und europäischen Unternehmen, so z. B. die OAG „NLMK“, GAG „Indesit International“, "LG ELEKTRONIK", "Electrolux“ und andere.

    Bei einer Produktionsansiedlung in der SWZ werden die durchschnittlichen Transportkosten für Zubehörteile um bis zu 90 % reduziert. Für Unternehmen, die ihre Produkte von dort ins Ausland exportieren, werden die anfallenden Transportkosten um rund 50% reduziert. Arbeitskräfte für neue Betriebe werden sowohl aus der eigenen Region als auch aus den Nachbarregionen kommen. Hierfür wird bereits die Ausbildung von Fachkräften organisiert. In der Region gibt es 22 Hochschulen, darunter auch drei Universitäten mit über 30.000 Studenten. Hier werden jährlich mehr als 4.500 Studienabgänger ausgebildet. Es werden an 25 mittleren Fachschulen 20.500 Studenten sowie an 27 Fachhochschulen weitere 5.000 Studiengänger ausgebildet und damit auf über 48 Berufszweige vorbereitet. Wichtig für die Investitionen in diese SWZ ist eine gut entwickelte Infrastruktur einschließlich Kommunikationsnetzen und guter Energieversorgung, ausreichenden Büroflächen und allen notwendigen kommunalen Einrichtungen. In der SWZ ist die Schaffung von rund 12.750 neuen Arbeitsplätzen vorgesehen sowie die Weiterentwicklung optimaler Investitionsvoraussetzungen für einheimische und ausländische Unternehmer.
  • Scheksna  ( 1 Beiträge )
  • St. Petersburg  ( 1 Beiträge )
    Sonderwirtschaftszone Sankt Petersburg besteht aus zwei Standorten.

    Der erste Standort „Neudorf“ liegt in der Siedlung Strelna und hat eine Fläche von 18,9 Hektar. Hier gibt seit Jahren ein Forschungszentrum, das von zwölf wissenschaftlichen Forschungsinstituten, vom Laserphysikzentrum, Telekommunikationszentrum, der Universität von Sankt Petersburg, der staatlichen Marineakademie namens Admiral Makarov sowie von vielen  Fach- und Hochschulen des Verteidigungsministeriums gegründet wurde.

    Der zweite Standort „Novo-Orlovsky“ mit der Fläche von 112 Hektar liegt im Kreis Primorsky Nr. 70.  Er kann durch die Flächen, die der Akademie der Wissenschaften gehören, erweitert werden.

    In der SWZ ist die Entwicklung folgender Wirtschaftsbranchen vorgesehen: Präzisions- und Analysegerätebau, Medizintechnik, Software, Elektronik und Telekommunikation, Biotechnologie, Nanotechnologie und Neue Werkstoffe. Die Innovations-, Transport- und Sozialinfrastruktur sowie bautechnische Infrastruktur werden aus- bzw. aufgebaut, genauso wie die Entwicklung und Produktion von automatisierten Technologiekontrollsystemen, Militär- und Zivilflugzeugbau und Medizintechnik. Weitere Technologiezentren für optische Elektronik, Präzisionsmetallbearbeitung,  Robotertechnik,  Nanotechnologie, Vakuumhalbleiterverarbeitung, Wasserstoff- und Solarenergie sowie Thermoelektrizität werden errichtet.

    Für die Weiterentwicklung des russischen Gesundheitswesens wurden im Jahre 2007 zehn akademische und Hochschuleinrichtungen von Sankt Petersburg vereinigt, die auf der Basis des physisch-technischen Instituts (FTI) das "Nanotechnologiezentrum für Biologie und Medizin" bilden (das sind außer FTI: Polytechnische Universität, Institut für Evolutionsphysiologie und Biochemie, Zytologieinstitut, Forschungsinstitute für Grippe, Onkologie u. a.). Darüber hinaus sind Technologiezentren für die oben erwähnten Branchen beabsichtigt, ein Designzentrum, dessen Auftraggeber die entwicklungstechnischen Abteilungen folgender Unternehmen sein könnten:  „Avangard“, NPO „Radar“, NPO „Svetlana“, NPO „ Elektroavtomatika“, NPO „Elektropribor“ u. a.

    Alle Maßnahmen im Rahmen der SWZ sollen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Basisindustriezweige beitragen, wie Bergbau, holzverarbeitende Industrie, Raketen- und Flugzeugbau,  Energiewirtschaft, Wohnungsbau, Metallurgie, Nahrungsindustrie, Bahnwesen,
    IT-Leistungen, Verteidigungsindustrie, Schiffsbau sowie der bevorzugten sozialen Branchen: Gesundheitswesen, Bildung, Landwirtschaft, Wohnungsbau.
  • Tatarstan  ( 1 Beiträge )
    Die Sonderwirtschaftszone der Republik Tatarstan „Alabuga“ mit 20 km² (unterteilt in je 5, 10 und 20 Hektarmodule) und 1 Mio. Einwohner wurde am 21. Dezember 2005 im Kreis Elabuga im Industriezentrum Kamsk gegründet. Jedes Modul wird mit der notwendigen Infrastruktur versorgt: Strassen, Strom, Heizung, Gas, Wasser, Kommunikationsleitungen usw.

    In der Region Tatarstan sind folgende Industriezweige vorhanden: Erdölförderung (OAG „Tatneft“), Ölverarbeitung und Chemische Industrie, (OAG „Nizhnekamskneftechim“, OAG „Kazanorgsintez“, OAG „Nizhnekamskschina“ u. a.) sowie Maschinenbau (OAG „KAMAZ“, „Severstal-Avto“ GmbH) und Flugzeugbau. In der SWZ sind folgende Produktionen aktiv tätig: Autozubehör, Automobilbau, chemische und petrochemische Industrie, Verarbeitungsindustrie, Pharmaindustrie, Flugzeugbau, Möbelproduktion u. a.

    In der Zone werden die Voraussetzungen für russische und ausländische Investitionen geschaffen. Dafür ist in den Jahren 2007 – 2009 folgendes vorgesehen: Inbetriebnahme eines Administrations- und Geschäftszentrums, Vorbereitung und Inbetriebnahme eines so genannten „Ein-Fenster-Amtes“ (Alles aus einer Hand) einschließlich des „Elektronischen Portals“, Aufbau des gesamten Zollkomplexes, 20 neue Produktionsbetriebe, Abschluss der Hauptbaustufe der Stromstation KAMA-500, Ausbau der kompletten Bildungsprogramme, gemeinsam mit den Hoch- und Fachschulen der Region.

    Zur Zeit stehen folgende Hauptrichtungen der SWZ auf der Tagesordnung: Aufbau aller geschäftlichen, technischen, kommunalen, sozialen und anderen Infrastrukturen (Bauliche Gestaltung der SWZ , Bau eines Medizinzentrums, Sport- und Kultureinrichtungen), Zusammenwirkung mit Investoren und Unternehmen (Öffentlichkeitsarbeit, Werbung - auch im Internet, Marketingmaßnahmen, Versorgung der Unternehmen in der SWZ mit Arbeitskräften aus den Nachbarstädten Elabuga, Naberezhnye Tschelny, Nizhnekamsk, Mendeleevsk, in denen Hoch- und Fachschulen qualifizierte Fachkräfte für die Betriebe ausbilden, u. a. auch für die chemische Industrie und den Maschinenbau. Ab 1. September 2007 ist die Erweiterung von Fachbereichen, die für neue Produktionen geeignet sind, vorgesehen.
  • Tomsk  ( 1 Beiträge )
    Die Sonderwirtschaftszone in der Stadt Tomsk wurde am 21. Dezember 2005 beschlossen für einen Teil der Fläche des Tomsker Wissenschaftszentrums der Sibirischen Filiale der Russischen Akademie der Wissenschaften (ТНЦ СО РАН) und auf den angrenzenden Freiflächen der Stadt Tomsk (Südteil der SWZ) sowie einer Fläche, die im Nordteil des Nordindustrieknotens liegt und an das Territorium von OAG „Tomskneftechim“ angrenzt (Nordteil der SWZ).

    Die Stadt Tomsk liegt ca. 3500 km südöstlich von Moskau. Die Flugdauer beträgt vier Stunden. In Tomsk heben sich drei wichtige und konkurrenzfähigste Sektoren hervor: Informationstechnologie mit Industrieelektronik, Biotechnologie und chemische Industrie (inklusive Neue Stoffe und Nanotechnologie). Jährlich werden in Tomsk 1000 IT- und Elektronikfachkräfte, 400 Fachkräfte für den Biotechnologiebereich und 800 Fachkräfte für die chemische Industrie ausgebildet. 30% der Einwohner von Tomsk sind Akademiker.

    Das System der Hoch- und Berufsschulbildung bildet eine Reihe hochkarätiger russischer Ausbildungseinrichtungen, darunter: 6 staatliche Universitäten, die 8 eingegliederte Wissenschafts- und Forschungsinstitute, sowie 6 WFI als strukturelle Untereinheiten beinhalten; 2 staatliche Fachhochschulen (Militär-medizinische Hochschule und Tomsker landwirtschaftliche Hochschule) und 2 nichtstaatliche Hochschulen; 8 Filialen der staatlichen und 2 Filialen der nichtstaatlichen Hochschulen aus anderen Regionen; 4 Vertretungen der außerörtlichen Hochschulen; 19 Bildungseinrichtungen der mittleren Berufsausbildung, von denen 2 nichtstaatliche und 2 Filialen der außerörtlichen Bildungsträger sind.

    Die staatliche Wissenschaftseinrichtungen sind: das Tomsker Wissenschaftszentrum der Sibirischen Filiale der Russischen Akademie der Wissenschaften, das 5 Wissenschaftsinstitute (der atmosphärischen Optik, der Festigkeitslehre und Werkstoffkunde, der Starkstromelektronik, der Ölchemie, des Monitorings von klimatischen und ökologischen Systemen), eine Filiale (TF des Instituts der Öl- und Gasgeologie) und ein Konstruktions- und Technologiezentrum einschließt; das Tomsker Wissenschaftszentrum der Sibirischen Filiale der Russischen Medizinakademie, das 6 Wissenschafts- und Forschungsinstitute mit Kliniken (der Kardiologie, Onkologie, Pharmakologie, medizinischen Genetik, psychischen Gesundheit, Geburtshilfe, Gynäkologie und Perinatologie), das Zentrum der Orthopädie und medizinischen Werkstoffkunde und Autonome Nichtkommerzielle Organisation (ANO) „NII Mikrochirurgie“ einschließt; drei wissenschaftliche Einrichtungen der Sibirischen Filiale der Russischen Akademie der Landwirtschaft, SibNIItorfa (Wissenschafts- und Forschungsinstitut СибНИИторфа), die Tomsker staatliche landwirtschaftliche Versuchsstation, die Narymsker staatliche Zuchtstation; ein Institut der Russischen Bildungsakademie – das Institut der Entwicklung von Bildungssystemen.

    In Tomsk sind Russisch-deutsche und Russisch-amerikanische internationale Bildungszentren, Deutsch-Russische Zertifizierungszentrum, Internet-Zentrum, zwei Forschungszentren, die mit Unterstützung des Amerikanischen Fonds für die Forschung und Projektierung der offenen Gesellschaft gegründet wurden, erfolgreich tätig. In den wissenschaftlichen Bibliotheken der Universitäten wurden mit Unterstützung der Regierungen von Deutschland, USA, Frankreich Informationszentren dieser Ländern eingerichtet.

    Die Schwerpunkte der technisch-innovativer Tätigkeit sind: Neue Stoffe und Nanotechnologien, Industrieelektronik und Gerätebau, Biotechnologie-Forschung. Die Schlüsselvorteile von Tomsk sind: ein hohes Entwicklungsniveau des Wissenschafts- und Bildungskomplexes, das ein entsprechendes Fachkräfte- und Wissenschaftspotential des Gebiets gewährleistet; dynamische Entwicklung der technisch-innovativer Tätigkeit, darunter in den vorrangigen für die RF Richtungen; ein funktionierendes Unterstützungssystem des innovativen Unternehmertums, einschließlich einer entsprechenden Innovationsinfrastruktur.

    Die Hauptziele der Einrichtung und Entwicklung der Sonderwirtschaftszone in der Stadt Tomsk sind: Schaffung einer einzigartigen Atmosphäre für die aktive Entwicklung des Innovationsbusiness, für die Produktion der technisch-wissenschaftlichen Produkte und ihre Placierung auf dem Innen- und Außenmarkt, für die Aneignung eines qualitativ neuen technologischen Produktionsniveau in den vorrangigen Sektoren der Wirtschaft des Tomsker Gebiets (IT und Elektrotechnik, Biotechnologie und Medizin, Neue Stoffe und Nanotechnologie), sowie in den angrenzenden unterstützenden Branchen.
  • Zelenograd  ( 1 Beiträge )
    Die Sonderwirtschaftszone „Zelenograd“ wurde am 21. Dezember 2005 auf dem Terrain des Innovationskomplexes des Moskauer Staatinstitutes für Elektonentechnik (MIET) und der Industriezone „Alabuschevo“ im Stadtkreis „Zelenograd“ gegründet. Die Stadt Zelenograd liegt im Nord-Westen von Moskau auf der Smolensk-Moskau Anhöhe. Die Gesamtfläche der SWZ beträgt mehr als 1,0 Mio. m2.

    MIET: Hier wird ein Netz von Zentren für öffentliche Nutzung gegründet, die  für wissenschaftlich-technischen Unternehmen den Zugang zu modernen Forschungs-, Labor- und Produktionsanlagen möglich machen, wie Mikrosystemtechnik, Elektronische Komponenten, Hochpräzisionsdruckplatten, Hochpräzisionsmontage, mechanische Bearbeitung, Messungen und Versuche. Wissenschaft- und Bildungszentren wurden entwickelt, die gemeinsam mit internationalen Marktführern in Elektronik (Cadence, Motorola, Texas Instruments, Mirantis u. a.) qualifizierte Fachleute für verschiedene Unternehmen gezielt ausbilden. In den  Jahren 2007 - 2009 erwartet man die Erhöhung der  forschungsintensiven Produktion (mindestens für 28 Milliarden Rubel  p. a.) von wettbewerbsfähigen Produkten jeweils in den Branchen Mikroelektronik, optische Elektronik, Nano- und Informationstechnologien, Kontrollsysteme und die Schaffung von 15.000 neuen Arbeitsstellen.

    Alabuschevo: Hier wird der Bau von wissenschaftlichen und produktionsbegleitenden  Produktions- und Erholungseinrichtungen vorgesehen. Hauptrichtungen der SWZ sind  Informations- und Telekommunikationssysteme, Programm- und Hardwarekomplexe, Informationsverarbeitung und Informationsschutz, Computertechnologien (distributed computing environment), intellektuelle Navigations- und Kontrollsysteme; Computermodellierung, Programmprodukte; Erscheinungserkennung und Darstellungsanalyse, Unterhaltungselektronik, Laser-, Ion- und Plasmatechnologien, Mechatronik und Mikrosystemtechnik,  Bioinformationstechnologien, Nano-Technologien und Werkstoffe,  Nanoelektronik und Quantcomputer, Biosensortechnologien, Softenergiequellentechnologien, energiesparende Transport-, Verteilungs- und Nutzungssysteme für Wärme und Strom, Sicherheitssysteme, Gesundheitswesen; kritische und grundlegende Militär-, Spezial-, und Industrietechnologien.