| Russland setzt auf High-Tech-Branchen | | Drucken | |
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Das russische Wirtschaftsministerium prognostiziert, dass der Anteil der High-Tech-Branchen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2020 zweimal so hoch sein wird als der der Öl- und Gasindustrie, teilte die russische Zeitung „Wedomosti" unter Berufung auf ein Entwicklungskonzept des Wirtschaftsministeriums mit. Das Wirtschaftsministerium arbeitete fast ein Jahr lang an einem Konzept für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung von Russland bis zum Jahr 2020. „Das Ziel ist die Umwandlung Russlands in einen Spitzenreiter der globalen Wirtschaft, das Erreichen des Niveaus von entwickelten Postindustrieländer", heißt es im Dokument. Im Konzept sind drei Szenarien vorgesehen: die Beibehaltung des bestehenden Modells, die Beschleunigung der Öl- und Gasförderung oder ein Innovationsmodell. Laut einer Prognose des Wirtschaftsministeriums wird das Pro-Kopf-BIP zum Jahr 2020 auf 30 000 US-Dollar (2,5-mal so viel wie heute), der durchschnittliche Lohn auf 1000 US-Dollar (2006 machte er 394 US-Dollar aus) und der Anteil des russischen BIP am globalen Bruttoinlandsprodukt auf 3,4 Prozent (2006 waren das 2,6 Prozent) wachsen. Dazu muss der Anteil der High-Tech-Branchen am russischen BIP 17 bis 20 Prozent (heute 10,5 Prozent) betragen. Der Anteil des Öl- und Gassektors werde von 22,1 auf 11,8 Prozent zurückgehen. Die Anzahl der innovativen Unternehmen soll auf das Vierfache auf 40 bis 50 Prozent zunehmen. Laut Konzept soll Russland nach 2020 das drittwichtigste Land weltweit in der Luftfahrtindustrie sein und mindestens zehn Prozent der gesamten Flugzeuge bauen. Die Raketen- und Weltraumbetriebe würden in drei oder vier Korporationen vereinigt, ihr Produktionsvolumen soll schon zum Jahr 2015 auf das 2,2-fache und ihr Anteil am Weltraummarkt von acht auf 15 Prozent steigen. Im Jahr 2020 müssen dreimal so viel Schiffe wie heute gebaut werden, auf dem Markt für Kriegsschiffe soll Russland den zweiten Platz belegen (20 Prozent des Weltexports). Das Volumen der Telekommunikationsdienstleistungen soll auf das 14-fache zulegen. Das Wirtschaftsministerium plant, dass der jährliche Export von High-Tech-Produkten um 15 bis 20 Prozent gesteigert werden soll, damit er zum Jahr 2020 zwischen 60 bis 100 Milliarden US-Dollar (ein Prozent des Weltmarktes) beträgt, der derzeit bei 0,2 Prozent (sechs bis acht Milliarden US-Dollar) liegt. Laut Konzept sind die wichtigsten Entwicklungsbereiche Nanotechnologie, Bioindustrie, Energie- und Informationstechnologien. [ria-novosti] |
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