| Russland baut Caprolactam-Verarbeitung aus | | Drucken | |
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Moskau (bfai) - Die Produktion von Caprolactam und dem Folgeprodukt Polyamid wird in Russland und der GUS in den nächsten Jahren zulegen. Einige russische Hersteller treiben den Ausbau ihrer Kapazitäten voran. Ein großer Teil der Produktion geht in den Export. Doch auch der Binnenverbrauch, vor allem von Caprolactam, wird in der GUS deutlich steigen, erwarten Branchenexperten. Der Polyamidbedarf werde vor allem beim Einsatz als Konstruktionswerkstoff und bei der Produktion von Folien zunehmen. (Kontaktanschriften) Der Verbrauch von Caprolactam, dem Ausgangsstoff für Polyamid (PA 6), wird in der GUS in den nächsten vier Jahren um zwei Drittel zunehmen. Nach Schätzungen von Dmitrij Rybkin, Marketingdirektor des größten russischen Caprolactam-Herstellers, OAO Kujbyschewazot, belief sich der GUS-Verbrauch des Stoffes 2006 auf rund 180.000 t. Bereits 2010 dürften es schon 300.000 t werden, so der Experte auf der diesjährigen Fachkonferenz "Caprolactam und Polyamid" (Veranstalter: Consultingunternehmen Creon) Mitte Juni 2007 in Moskau. Am stärksten dürfte der Verbrauch von Caprolactam bei der Produktion von Polyamid-Granulat (PA-6) zulegen. Dazu wird vor allem OAO Kujbyschewazot beitragen. Das Unternehmen hat Ende 2003 die erste von inzwischen zwei Polymerisierungsanlagen in Betrieb genommen. Die dritte mit einer Leistung von 23.000 t/Jahr wird 2008 hinzu kommen. Die Ausrüstungen und die Technologie stammen von der deutschen Firma Uhde Inventa Fisher.
Quelle: OAO Kujbyschewazot, Fachkonferenz "Polyamid 2007" (Veranstalter: Creon, Moskau) Die Kapazitäten von Kujbyschewazot werden nach der Inbetriebnahme der dritten Linie auf 95.000 t Granulat pro Jahr steigen. Die Errichtung einer weiteren Anlage wird nach Worten von Rybkin derzeit geprüft. Eine Entscheidung darüber liege noch nicht vor. Bis 2010 könnten die Kapazitäten des Unternehmens bei Polyamid-Granulat auf 140.000 t/Jahr steigen. Auch andere Caprolactam-Hersteller aus der GUS planen, Kapazitäten zur Polymerisierung von Caprolactam in Betrieb zu nehmen, darunter Schtschokinoazot (Gebiet Tula). Zu den Prioritäten dieses Unternehmens gehört die Modernisierung und Erweiterung der eigenen Caprolactam-Produktion. Anfang 2008 soll ein Projekt zur technischen Umrüstung der Anlagen in Angriff genommen werden. In der ersten Etappe soll die Rekonstruktion der Cyclohexanon-Anlage vorgenommen werden, bei der die Technologie eines weltführenden Herstellers zum Einsatz kommen wird. Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Energie- und Materialeinsparung vorgesehen. Ein geringerer Verbrauch von Energie und Vorprodukten pro Ausbringungsmenge Caprolactam gehört auch bei Kujbyschewazot zu den wichtigen Prioritäten. Eine ähnliche Zielrichtung haben ebenfalls die Investitionen bei OAO Azot (Kemerowo; gehört zur Chemieholding Sibur). Die Rekonstruktion der Caprolactam-Anlagen soll rund 29,6 Mio. $ kosten und 2009 abgeschlossen sein. An dem Vorhaben sind nach Angaben des Unternehmens unter anderem Koch Chemical Technology Group (Schweiz) und Yokogawa (Japan) beteiligt.
*) ungewiss Quelle: OAO Kujbyschewazot, Fachkonferenz "Polyamid 2007" (Veranstalter: Creon, Moskau) Ein großer Teil (2006: zwei Drittel) des in Russland hergestellten Caprolactams wird exportiert. Der Exportanteil wird aber mit der zunehmenden eigenen Verarbeitung zu Polyamid (beispielsweise bei Kujbyschewazot) abnehmen und 2010 nach Schätzungen nur noch 45% betragen. Der wichtigste Auslandsmarkt wird Südostasien bleiben. Der größte Teil der russischen Caprolactam-Ausfuhren geht heute in die VR China, nach Taiwan und nach Indonesien. Ungeachtet des Kapazitätsausbaus dort dürften die Importe weiter kräftig zunehmen. Bei einer Produktion in dieser Region von 1,44 Mio. t 2006 und 1,6 Mio. im Jahr 2010 werden die Einfuhren nach Schätzungen von Rybkin von 666.000 auf 939.000 t steigen. Auch bei Polyamid ist die VR China der bisher größte Abnehmer russischer Hersteller. In den vergangenen zwei Jahren hat Russland jedoch die Polyamid-Exporte auch nach Westeuropa (vor allem Deutschland und Frankreich) deutlich gesteigert. Das hohe Verbrauchswachstum von Caprolactam und Polyamid in Asien veranlasste OAO Kujbyschewazot, selbst in der VR China in der Verarbeitung aktiv zu werden. Das russische Unternehmen gründete in Shanghai mit Beteiligung eines lokalen Partners das Joint Venture Kujbyschewazot Inshenernyje Plastiki. Das Unternehmen soll 10.000 t glasfaserverstärktes Polyamid-6 pro Jahr herstellen und auf dem chinesischen bzw. asiatischen Markt absetzen. Systemlieferant war das deutsche Unternehmen Berstorff. Es sind zwei Compoundieranlagen in Modulbauweise für das Joint Venture geliefert worden.
Quelle: Fachzeitschrift "Chimkurier", Fehler durch Rundungen
Quelle: OAO Kujbyschewazot, Fachkonferenz "Polyamid 2007" (Veranstalter: Creon, Moskau)/NPRA
Quelle: OAO Kujbyschewazot, Fachkonferenz "Polyamid 2007" (Veranstalter: Creon, Moskau)/ Technon Orbi Chem, Angaben der Unternehmen KontaktanschriftenOAO Kujbyschewazot Generaldirektor: Wiktor Iwanowitsch Gerasimenko, Hauptingenieur: Anatolij Arkadjewitsch Ogarkow, Direktor Marketing: Dimitrij Rybkin Ul. Nowozawodskaja 6, 445007 Togliatti, Gebiet Samara, Russische Föderation Tel.: 007/8482/29 10 44, -26 31 48 (Generaldirektor), -53 26 11, -29 10 11 (Hauptingenieur), Fax: -22 59 54, -22 44 51 E-Mail: office@kuazot.ru, Internet: http://www.kuazot.ru Schtschokinoazot Generaldirektor: Anatolij Konstantinowitsch Surba, Erster stellv. Direktor für technische Entwicklung: Eduard Kasimirowitsch Sawosch Ul. Simferopolskaja 17, 301212 Pos.Perwomajskij, Schtschokinskij Rayon, Gebiet Tula/Russische Föderation Tel.: 007/48751/923 12, -928 23, Fax: -928 39 E-Mail: azot@azot.net, Internet: http://www.n-azot.ru ZAO Creon Präsident: Dr. Fares Kilzie Prosp. Universitetskij 9, 119296 Moskau Tel.: 007/495/797 49 07, Fax: -938 00 08 E-Mail: info@creon-online.ru, Internet: http://www.creon-online.ru, http://www.rcc.ru (W.L.) |
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