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Russische Bauwirtschaft leidet unter MaterialmangelProduktionskapazitäten werden ausgebaut / Preise steigen anMoskau (bfai) - Im Zuge der starken Baukonjunktur legt die Produktion von Baustoffen und Baumaterialien in Russland überdurchschnittlich zu. Im 1. Halbjahr 2007 lag der Anstieg bei 13%. Dennoch ist die mangelnde Versorgung mit Materialien nach wie vor eine starke Bremse für die Bauwirtschaft. Fachzeitschriften berichten von einem Defizit zwischen 20 und 50% bei bestimmten Produktgruppen. Wegen der steigenden Nachfrage und den zunehmenden Engpässen am Markt klettern die Preise für Baustoffe weiter. Die boomende Bauwirtschaft hat in Russland zu einem Mangel an Baustoffen und Baumaterialien geführt. Zwar stieg im 1. Halbjahr 2007 die Produktion von Zement um 21%, von Glas um 46%, von Stahlbetonfertigteilen um 16% und von Keramikplatten zur Wandverkleidung um 9%, dennoch reicht die inländische Produktion bei weitem nicht aus, um die Nachfrage zu befriedigen. Besonders akut ist die Angebotslücke bei Zement und Bewehrungsstahl. So konnte Russlands Metallurgie 2006 nur 5 Mio. Tonnen Bewehrungsstahl an die Bauwirtschaft liefern, während der Bedarf bei 6,5 Mio. Tonnen lag. Die Baufirmen investieren daher weiter in eigene Produktionskapazitäten. So will Glawstroj, eine Tochter des Konzerns Basic Element, bis 2010 mindestens zehn Baustoffwerke errichten. Die Gesamtinvestitionen von rund 300 Mio. US$ sollen unter anderem in die Herstellung von Kalk, Poren- und Stahlbetonprodukten in sechs russischen Regionen fließen. Der Baukonzern SU-155 hat nach eigenen Angaben in den letzten zwei Jahren rund 50 Mio. US$ in den Aufbau von Baustoff-Produktionskapazitäten gesteckt und besitzt bereits über 30 eigene Werke. Der Markt für dekorative Verkleidungen (russische Bezeichnung: profilno-pogonaschnye isdelija = Profil-Meterware) wächst laut Fachzeitschrift "Chim-Kurier" jährlich um mehr als 25%. Im Jahr 2006 lag das Plus sogar bei 39%. Zu dem Segment gehören nach russischer Definition Wandpaneele und -verkleidungen (Siding), Fußbodenprofile, Fußbodenleisten, Fensterprofile und Fensterbretter. Das Marktvolumen lag 2006 bei 735.330 Tonnen, wobei Importe einen Anteil von 23% hatten. Immerhin 85 Unternehmen im Land stellen diese Produkte her. Die größten sind Alta-Profil, Terna Polimer, RBK-Plastik und Narodny plastik. Sie suchen inzwischen im Ausland nach neuen Kunden, vor allem im benachbarten Kasachstan, wo die Bauwirtschaft ähnlich stark boomt wie in Russland. Der Exportanteil der russischen Produktion von Profil-Meterware lag 2006 bei 3% (bei einer Gesamtproduktion von 585.000 Tonnen). Eine neue Produktionslinie für Sandwich-Paneele startete das Unternehmen Dekor Ende 2007 im Gebiet Nischnij Nowgorod (Investitionen: knapp 6 Mio. US$, 500.000 Quadratmeter Jahreskapazität). Auch der Geflügelhersteller Ewrodon aus Rostow-am-Don will in die Produktion von Sandwich-Paneelen einsteigen, um den Bedarf an Baumaterialien für seine Ausbaupläne decken zu können. Das Brancheninstitut O.K.N.A. Marketing hat errechnet, dass 2006 erst jedes fünfte Gebäude in Russland über wärmeisolierte Fenster verfügte. Daher wächst der Umsatz mit Fensterprofilen stark, wobei PVC-Konstruktionen einen Anteil von rund 80% haben. Das Marktvolumen für Kunststoff-Fensterprofile 2006 gibt O.K.N.A. Marketing mit 34,7 Mio. Quadratmeter Fensterfläche an. Die künftigen Wachstumszahlen wurden inzwischen etwas nach unten korrigiert: Der Absatz im Jahr 2007 wird auf 46,8 Mio. Quadratmeter geschätzt, 2009 werden 79,0 Mio. Quadratmeter erwartet. Auffallend ist, dass über die Hälfte der Fensterprofile von Privatpersonen gekauft werden, die in Eigenregie ihre Wohnungen modernisieren. Etwa ein Drittel nimmt die Bauindustrie für die Errichtung von Neubauten ab. Neben den Profilproduzenten investieren die Fensterhersteller und Zubehörlieferanten weiter in neue Produktionsanlagen. So will Velux bis zum Sommer 2008 für knapp 40 Mio. US$ im Gebiet Rostow-am-Don ein Werk für Dachfenster errichten. Die österreichische MACO baut im Gebiet Kaluga eine dritte Fabrik für Fensterbeschläge. In der Produktion von Fensterbänken sind 30 russische Betriebe aktiv. Nach Einschätzung von Marktkennern reichen deren Kapazitäten weitgehend aus, um den Bedarf im Land zu decken. Aus dem Ausland kommen vor allem Fensterbänke aus Holz und mit Melamin-Oberfläche. Etwa die Hälfte aller Einfuhren stammen aus Deutschland. Russische Hersteller konzentrieren sich auf Fensterbänke mit PVC-Folie. Der Flachglas-Markt hat nach Schätzungen von Marktkennern derzeit ein Jahresvolumen zwischen 200 Mio. und 250 Mio. Quadratmeter. Dabei lag der Bedarf an Floatglas nach Schätzungen der Branchenvereinigung StekloSojus 2007 bei 175 Mio. Quadratmeter. Bis 2010 soll dieser Wert auf 300 Mio. Quadratmeter steigen. Laut offizieller Zollstatistik wurden 2006 über 42,6 Mio. Quadratmeter unbearbeitetes Flachglas importiert, knapp die Hälfte davon aus der VR China. Von den derzeit zehn russischen Produzenten können etwa fünf Werke auch Floatglas herstellen. In den nächsten zwei bis drei Jahren ist mit einer Ausweitung der Produktion um 1 Mio. Tonnen zurechnen, da derzeit vier neue Werke geplant sind. Größte einheimische Produzenten sind Borskij stekolny sawod, Saratowstrojsteklo und Salawatsteklo. Der Branchenverband StekloSojus rechnet bis 2010 mit einem jährlichen Produktionszuwachs im Land zwischen 16 und 19%. Zunehmende Investitionen in Wasserversorgung, Abwasserleitungen und Gasanschlüsse lassen den Bedarf an Rohren weiter steigen, wobei sich Kunststoffausführungen allmählich gegenüber den bislang dominierenden Metallrohren durchsetzen. Der Bedarf an Kunststoffrohren lag 2006 laut Fachzeitschrift Chim-Kurier bei 292.000 t. Der Importanteil betrug knapp ein Drittel. Russlands Produktion von Kunststoffrohren legte 2006 um 23% auf ein Volumen von 215.000 t zu. Dabei hatten Rohre aus Polyethylen einen Anteil von 85%; der Rest entfiel auf Polypropylen und PVC. Im 1. Quartal 2007 wuchs die Nachfrage nach Kunststoffrohren erneut mit knapp 30%; die Zuwächse im Gesamtjahr werden ähnlich hoch geschätzt wie 2006. Derzeit gibt es in Russland etwa 100 Hersteller von Kunststoffrohren. Ewrotrubplast hält einen Anteil von rund 30% an der einheimischen Gesamtproduktion. Angesichts der steigenden Nachfrage investieren die russischen Produzenten weiter in neue Kapazitäten, wobei deutsche Maschinen und Ausrüstungen bevorzugt eingekauft werden. Im Gleichschritt mit den steigenden Absätzen von Kunststoffrohren wächst auch der Bedarf an Verbindungsstücken (Fittings). Auf Volumenbasis konnten ausländische Lieferanten ihre Exporte nach Russland 2006 deutlich ausweiten (+53% auf 14.610 t).
Quelle: Fachzeitschrift Chim-Kurier Die Investmentgesellschaft Prospect rechnet bis 2010 mit einem Inlandsverbrauch von 775.000 t Kupfer- und Aluminiumkabeln in Russland, wobei vor allem bei Hochspannungskabeln und flexiblen Leistungskabeln überdurchschnittliche Wachstumsraten von 25 bis 30% erwartet werden. Russlands Inlandsproduktion deckt inzwischen fast komplett den Bedarf. Dennoch erreichen die Kabeleinfuhren immer neue Rekorde und kletterten 2006 auf ein Volumen von 448,3 Mio. US$. Nach Informationen von RusCable.ru war Deutschland mit einem Anteil von 11,4% wichtigstes Lieferland vor der Ukraine und der VR China. Ein Sechstel der Importe entfällt auf Leistungskabel für stationäre Verlegung bis 1 kV. Es folgen Kabel für die Kfz-Industrie und Telefonkabel. Importe deckten im Jahr 2006 laut RusCable.ru rund 6% des Binnenbedarfs. Die russischen Hersteller haben große Ausbaupläne: Irkutskkabel will bis 2010 eine Produktionslinie für jährlich 7.000 Kilometer Leistungskabel aufbauen. Eine neue Werkhalle für Elektrokabel plant auch das Kabelwerk Saransk. Nach Informationen des Fachblattes Chim-Kurier soll es in Russland inzwischen 20 Produzenten von Kabelkanälen geben. Wichtigste Hersteller sind DKS (Twer), T-Plast (Moskau) und Terna Polimer (Moskauer Oblast). Dennoch wachsen die Einfuhren kräftig. Im Jahr 2006 wurden laut Zollstatistik Kabelkanäle für elektrische Leitungen mit einem Wert von 17,5 Mio. US$ importiert - ein Zuwachs von über 50% gegenüber dem Vorjahr. Wichtigste Lieferanten waren Frankreich, Italien und die Türkei. Russlands Produktion von Dachdeckstoffen und Abdichtmaterial stieg im 1. Halbjahr 2007 nur leicht um 3,2% auf 223 Mio. Quadratmeter. Allerdings dürfte das Volumen künftig deutlich zunehmen, da ausländische Investoren neue Werke planen oder kürzlich eröffnet haben. So hat die dänische Icopal im Gebiet Wladimir mit der Produktion von Bitumen-Dachbahnen und Abdichtmaterial begonnen (12 Mio. Quadratmeter Jahreskapazität). Ab 2008 soll eine zweite Produktionslinie errichtet werden. Ein Jahr später will das Unternehmen einen Marktanteil von 10% in Russland erreichen. Nach Untersuchungen von Abarus Market Research liegt Russlands Jahresbedarf an Dachmaterialien bei 1 Mrd. Quadratmeter. "Weiche" Dachabdeckungen wie Bitumenbahnen erreichen 30% Wachstum. Mit hohem Tempo steigt zudem der Bedarf an keramischen und Metalldächern. Bei Dämm- und Isoliermaterialien ist die Nachfrage immer noch größer als das Angebot. Immerhin haben in den letzten Monaten einige neue Fabriken ihre Produktion aufgenommen. Russlands Marktführer für Dämmstoffplatten aus extrudiertem Polystyrolschaum (XPS), Penoplex Holding, eröffnete im Frühjahr 2007 in Perm eine Anlage für 300.000 Kubikmeter pro Jahr. Zwei weitere Linien wurden bis Jahresende 2007 in Taganrog und Nowosibirsk montiert. Bei Nischnij Nowgorod hat das Unternehmen Teplex eine neue Linie für Wärmedämmplatten aus Polystyrol-Hartschaum (XPS) in Betrieb genommen. Neue Investitionen wurden bereits angekündigt: Rockwool plant in der Sonderwirtschaftszone Alabuga ein Dämmstoffwerk für über 130 Mio. US$ (Jahreskapazität: 110.000 t). Saint-Gobain will zwischen 2008 und 2010 rund 130 Mio. US$ in sein Glasfaserwerk bei Wladimir investieren. Die Produktionskapazitäten sollen sich dadurch auf 65.000 jato mehr als verdoppeln (2006: 24.700 t). Die finnische Paroc Group unterzeichnete Anfang September 2007 eine Investitionsvereinbarung mit der Oblast Nowgorod zum Bau eines Mineralwollewerks. Eine erste Produktionslinie des über 100 Mio. US$ teuren Vorhabens nimmt 2010 ihren Betrieb auf. Die Engpässe am Zementmarkt sind eines der größten Wachstumshemmnisse der russischen Bauwirtschaft. Mit Preisen von über 100 Euro je Tonne (in manchen Regionen und zu manchen Jahreszeiten auch doppelt so viel) kostet der Baustoff in Russland deutlich mehr als in Westeuropa oder vielen Nachbarländern. Gründe sind die starke Monopolstellung von Ewrozement (über 50% Marktanteil) und der hohe Verschleißgrad der Produktionsanlagen im Land. Dabei hat sich die Inlandsproduktion seit 1999 verdoppelt und betrug 2006 fast 55 Mio. Tonnen. Im 1. Halbjahr 2007 stellten die etwa 50 Werke im Land mit 27,8 Mio. Tonnen 20% mehr Zement her als im gleichen Vorjahreszeitraum. Laut Marktexperten sollen aktuell Investitionsprojekte mit einer Gesamtjahreskapazität von 20 Mio. t in Russland geplant sein. Allein Ewrozement will bis 2011 jedes Jahr über 1 Mrd. US$ für neue Anlagen ausgeben. Anfang September 2007 hatte der Konzern mit der dänischen FLSmidth einen Liefervertrag für ein rund 600 Mio. US$ teures Zementwerk bei Woronesch unterzeichnet. Die russische Zementnachfrage hat 2007 nach Schätzungen von Branchenexperten 60 Mio. Tonnen überschritten; für 2008 wird eine Nachfrage von 67 Mio. Tonnen prognostiziert. Bis 2020 ist ein Jahresbedarf von 150 Mio. Tonnen zu erwarten. Laut amtlicher Zollstatistik importierte Russland 2006 rund 660.000 Tonnen Zement, fast doppelt so viel wie im Jahr zuvor.
Quellen: Russische Nachrichtenagenturen, Pressemitteilungen, Zeitungsmeldungen Die türkische Kalekim errichtet seit Mai 2007 einen Produktionsstandort für Trockenmischungen im Moskauer Oblast. Zwei Jahre später soll dort auch die Herstellung von Keramikplatten beginnen. Österreichs Wietersdorfer Industrie-Beteiligungs GmbH baut bis 2009 bei Sankt Petersburg ein Werk für Trockenmischungen. Das fränkische Unternehmen Knauf errichtet in Burjatien eine neue Fabrik für 20 Mio. Quadratmeter Gipskartonplatten sowie 50.000 Tonnen Trockenmischungen pro Jahr. Henkel hat bereits im Frühjahr 2007 eine zweite Fertigungsstätte bei Tscheljabinsk eröffnet und verfügt dadurch über Jahreskapazitäten von 200.000 Tonnen in Russland. Ein drittes Werk ist nun bei Uljanowsk geplant. Nach Angaben von Henkel hatte der russische Markt für Trockenmischungen für die Bauindustrie 2006 ein Volumen von 3,3 Mio. Tonnen. Bei derzeit üblichen Wachstumsraten von 25% werde die Marktgröße 2008 bereits 5 Mio. Tonnen erreichen. Ziegel und Klinker haben sich bislang angesichts der Dominanz von Plattenbau und industrieller Betonbauweise kaum durchgesetzt. Erst allmählich gewinnen diese Baustoffe Marktanteile, auch weil immer neue Produktionswerke eröffnen. Der Baukonzern SU-155 hat im Frühjahr 2007 im Moskauer Oblast eine neue Ziegelei in Betrieb genommen. Die LSR Group, die sich selbst als größten Hersteller von Gas- und Transportbeton sowie Ziegeln sieht, will in der Region Sankt Petersburg ihre bestehenden Beton- und Ziegelwerke durch neue Großanlagen ersetzen (geplante Bauzeit: drei Jahre). Russlands Armaturenmarkt wächst im Gleichschritt mit dem Boom beim Industrie- und Wohnungsbau. Marktexperten schätzen die jährlichen Wachstumsraten auf rund 25%. Westliche Produzenten machen vor allem bei Heizkörper- und Wasserarmaturen gute Geschäfte. Danfoss hat Mitte 2007 ein eigenes Werk für Temperaturregler und Kugelhähne im Moskauer Oblast eröffnet. Bis 2009 sind weitere 25 Mio. US$ Investitionen in den Ausbau des Werkes vorgesehen. Die Dänen halten nach eigenen Angaben bei Thermostaten einen Marktanteil von 40% in Russland. Bei Armaturen für die Industrie sind auch russische Hersteller gut vertreten. Sie liefern vor allem an die Öl- und Gasindustrie, die Armaturen für ihre Förderanlagen, Pipelines und Raffinerien benötigt. Nach Angaben des russischen Fachverbandes für die Armaturenindustrie (NPAA) lag die Inlandsproduktion von industriellen Rohrleitungsarmaturen 2006 bei 776 Mio. US$. Das entsprach einem Zuwachs um 22% gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtmarkt hatte ein Volumen von etwa 1 Mrd. US$ und lag damit um 10% über dem Wert von 2005. Die Importe sanken 2006 leicht um 4% auf 445 Mio. US$. Deutschland war mit 82 Mio. US$ wichtigstes Lieferland. Die größten Importpositionen im Jahr 2006 waren laut NPAA: Regelarmaturen (101 Mio. US$), Kegel- und Kugelhähne (97 Mio. US$), Sanitärarmaturen (54 Mio. US$), Schieber (53 Mio. US$) und Absperrventile (44 Mio. US$). Etwa 60% aller Gebäude in Russland sind noch mit Heizkörpern aus Gusseisen ausgestattet. Hier ergibt sich ein enormer Modernisierungsbedarf. Bei Neubauten kommen überwiegend moderne Flachheizkörper und Konvektoren zum Einsatz. Da Russlands Wohnungen traditionell sehr gut mit Gas versorgt sind, müssen Hersteller von Heiztechnik mit entsprechenden Geräten reagieren. Deutsche Marktteilnehmer schätzen den russischen Gesamtmarkt für Warmwasserboiler auf bis zu 500.000 Geräte pro Jahr, inklusive einheimischer Produktion. An Durchlauferhitzern würden 350.000 bis 400.000 Einheiten verkauft. Bei Klimaanlagen und Ventilatoren soll Russland der drittwichtigste Markt in Europa sein. Nach Untersuchungen von Litvinchuk Marketing stieg das Verkaufsvolumen 2006 um 25% auf 300 Mio. US$. Auf Anlagen für Privathaushalte mit einer Leistung bis 5 kW entfiel fast die Hälfte der Umsätze. Hersteller aus Japan, Korea (Rep.) und der VR China dominieren den Markt. Der russische Markt für Sanitärtechnik hat derzeit ein Volumen von rund 3 Mrd. US$. Knapp die Hälfte der Umsätze wird im Großraum Moskau erzielt, so die Agentur Symbol-Marketing. Die Experten schätzen die Zahl der im Jahr 2006 verkauften Sanitärerzeugnisse auf 14 Mio. bis 16 Mio. Etwa ein Drittel des Marktvolumens entfällt auf Sanitärkeramik. In diesem Segment hat die spanische Roca Group 2007 enorm investiert und ist auf dem Weg, zum größten Produzenten in Russland aufzusteigen. Das Unternehmen kaufte Anfang September 2007 zwei Werke der russischen Holding Sawwa bei Tscheboksary (Marke: Santek). Dort wurden 2007 rund 1,6 Mio. Waschbecken, Toiletten und andere sanitärkeramische Erzeugnisse produziert. Roca selbst besitzt bereits ein Werk bei Sankt Petersburg, wo jährlich 600.000 Einheiten hergestellt werden können. (S.Z.) |
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