| Lkw-Nachfrage in Russland steigt kraeftig | | Drucken | |
Lkw-Nachfrage in Russland steigt kräftigGewaltige Investitionen in neue Werke geplant / Markt für Kleintransporter soll um zwei Drittel wachsen / Von Bernd HonesMoskau (bfai) - Der Markt für Lastkraftwagen in Russland entwickelt sich rasant und dürfte auch in den nächsten fünf Jahren im zweistelligen Bereich wachsen. Bauwirtschaft und Einzelhandel treiben die Nachfrage nach Transportmitteln für Baumaterialien und Konsumwaren. Die größten Zugewinne verbuchten 2007 ausländische Lkw-Modelle. Einige planen sogar Produktionsstätten vor Ort. Um seine Marktstellung zu verteidigen, will der größte Hersteller Russlands 2008 über 300 Mio. US$ in die Produktion investieren. (Kontaktanschrift) Der russische Automobilhersteller Kamaz plant, 2008 kräftig zu investieren: Allein im Hauptwerk in Nabereschnyje Tschelny in Tatarstan sollen Produktionsanlagen für 300 Mio. US$ modernisiert werden. Die übrigen Unternehmen der Kamaz-Gruppe werden im selben Jahr weitere 20 Mio. US$ ausgeben, teilte die Unternehmensführung Ende Dezember 2007 mit. Der Konzern will bis 2012 die Motoren aller Produktreihen auf die Euro-3-Norm umrüsten. Kamaz versucht mit diesem Einsatz seine Position auf dem hart umkämpften Lkw-Markt zu sichern. Firmenangaben zufolge beträgt der Anteil der Kamaz-Gruppe am Markt für schwere Lkw rund 32%. Auf den ersten Blick gibt es für Kamaz keinen Grund zur Sorge: Der Umsatz nahm 2006 um knapp 20 Mrd. auf 71 Mrd. Rbl zu, der Gewinn stieg 2006 um das 1,5-fache auf 4,1 Mrd. Rbl (153 Mio.US$; Jahresdurchschnittskurs 2006: 1 US$ = 27,1388 Rbl). Für 2007 erwartet Kamaz einen Reingewinn von 165 Mio. US$. Schließlich hat das Unternehmen die Produktion um 20% auf 52.400 Lkw erhöht, darunter allein 27.700 schwere Lastwagen. Für 2008 plant das Unternehmen Einnahmen in Höhe von 128 Mrd. Rbl. Trotz dieser Positivschlagzeilen entwickelte sich der russische Marktführer 2007 unter Durchschnitt. Der schärfste inländische Konkurrent, Ural, steigerte die Verkäufe um 62% auf knapp 11.600 schwere Lkw. Und der Import ausländischer Fabrikate nach Russland hat sich 2007 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Die erfolgreichste ausländische Lkw-Marke in Russland ist Scania - mit einem Marktanteil unter den importierten Fabrikaten von knapp 31%.
Quellen: Best Statistics, Kfz-Magazin Reis, Scania Der Verkauf schwerer Lkw ist 2007 um knapp 27% gestiegen. Weil die Nachfrage auch in den kommenden Jahren anhalten wird, versuchen immer mehr ausländische Unternehmen mit eigenen Produktionsstätten auf den Markt vorzustoßen: Der schwedische Konzern Volvo Trucks hat sich als erstes westeuropäisches Unternehmen für den Bau einer Lkw-Fertigungsstätte direkt in Russland entschlossen. Ab 2009 will der Konzern in Kaluga jährlich rund 10.000 Lkw der Marke Volvo und 5.000 Renault-Lastwagen bauen. Das Projekt soll 137 Mio. $ kosten. Auch Scania will in Russland investieren: Für 75 Mio. bis 150 Mio. $ soll ein Montagewerk entstehen mit einer Kapazität von 10.000 Lkw pro Jahr. Eine Entscheidung, unter welchen Bedingungen und wo Scania sich engagieren möchte, werde die Unternehmensleitung bis März 2008 treffen, heißt es. Als Produktionsstandorte kämen St. Petersburg und das Gebiet Leningrad in Frage. Die Bauarbeiten sollen vier bis fünf Jahre dauern. Produktion von Lkw, Anhängern und Auflegern in Russland (in 1.000 Stück)
Quelle: Föderaler Statistikdienst Russlands
Quelle: Föderaler Zolldienst Russlands Auch am Markt für Kleintransporter ist Bewegung. So planen Iveco und das russische Unternehmen Samotlor-NN über ihre gemeinsame Tochterfirma Saveco eine neue Produktionsstätte für Kleinlaster im Gebiet Nischnij Nowgorod. Der Bau soll im ersten Quartal 2009 beginnen und eine Kapazität von 25.000 Kleintransportern und Spezialautos erreichen. Die Kosten dürften sich auf 74 Mio. $ belaufen. Die Anlage soll aus Schweißlinie, Lackiererei, Montagelinie, Endabnahmestelle und Lager bestehen. Saveco will seine eigene Position am Markt für kleine Spezial-Lkw auf 15% ausbauen. Die Kleintransporter sollen in Russland, in den GUS-Ländern und in osteuropäischen Staaten vertrieben werden. Zwar beläuft sich der Anteil von Kleintransportern unter allen Transportmitteln in Russland auf gerade einmal 10%, während es weltweit etwa 25% sind. Aber das dynamische Wachstum ist nicht zu übersehen: Lag das Marktvolumen 2005 noch bei 190.000 Fahrzeugen, stieg es 2006 bereits auf über 210.000 und 2007 noch einmal auf geschätzte 240.000 Einheiten. Branchenkenner rechnen sogar damit, dass die Nachfrage bis 2012 um weitere 60% zulegen dürfte und halten ein Marktvolumen von 400.000 Kleintransportern pro Jahr für wahrscheinlich. Während im Segment für Kfz ausländische Automarken klar die Nase vorn haben, behaupten sich russische Anbieter bei den Kleintransportern mit einem Marktanteil von 80%. Branchenprimus ist Gorkowsky Awtomobilny Zawod (GAZ). Das Unternehmen hat 2006 mehr als 160.000 Mini-Lkw verkauft und dominiert damit mehr als zwei Drittel des gesamten russischen Marktes. GAZ setzt vor allem auf die Typen Gazel und Sobol. Deren Absatzzahlen stiegen von 2005 auf 2006 um 14%. Anteil importierter Kleintransporter nach Marken im 1. Halbjahr 2007
Quelle: Association of European Business, Expert KontaktanschriftenOAO Kamaz Prospekt Musy Dshalilja 29 423 800 Nabereshnyje Tschelny/ Republik Tatarstan Tel.: 0078552/38 00 80, 0078552/37 18 16, Fax: 0078552/532 40 04 E-Mail: export@kamaztrade.ru, Internet: www.kamaz.net GAZ-Gruppe Prospekt Lenina 88, 603004 Nischny Nowgorod Tel./Fax: +7831/29 90 990 E-Mail: info@ruspromauto.ru, Internet: www.gazgroup.ru (H.B.) |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| < zurück | weiter > |
|---|
RU
Weitere Informationen 






