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Hochtief denkt über strategischen Partner in Russland nach | Drucken |

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Hochtief AG will ihr Geschäft in Osteuropa, vor allem in Russland weiter ausbauen. "Das Marktpotenzial in Russland ist so groß, dass wir sogar über einen strategischen Partner vor Ort nachdenken", sagte der designierte Vorstandsvorsitzende, Herbert Lütkestratkötter, am Donnerstag in Düsseldorf. Hochtief ist bereits über ihre Tochterunternehmen Construction und Turner in Russland aktiv. In Moskau erweitert der Konzern derzeit unter anderem den Flughafen Scheremetjewo und baut zudem am höchsten Gebäude Europas.

Der Gebäudekomplex in der russischen Hauptstadt mit Büroflächen, Hotel, Einkaufszentrum und Luxusappartements soll nach seiner Fertigstellung 2009 eine Höhe von 354 m erreichen. Russland gelte in der Baubranche als der am schnellsten wachsende Markt in Europa. Experten erwarten ein Bauvolumen in Russland von jährlich 55,5 Mrd EUR in den Jahren 2006 bis 2008. Für Mittel- und Osteuropa wird das Bauvolumen auf über 110 Mrd EUR pro Jahr geschätzt. Nachholbedarf gebe es auf dem russischen Baumarkt vor allem bei Büroimmobilien, Hotels, Industrie, Einzelhandel, aber auch bei der Verkehrs- und Infrastruktur. Die Wachstumsraten lägen dort bei über 30%, hieß es. Lütkestratkötter, der den Vorstandsvorsitz bei Hochtief am 1. April übernimmt, verwies darauf, dass der Konzern in den boomenden Märkten in Mittel- und Osteuropa bereits stark aufgestellt sei. Hochtief wolle dieses Geschäft künftig aber auch von Deutschland aus wieder stärker direkt betreiben, sagte er. Sein Ziel nach der Amtsübernahme werde sein, neue und renditestarke Geschäftsfelder zu erschließen, kündigte Lütkestratkötter weiter an. So befasse sich Hochtief im Bereich Public Private Partnership (PPP) unter anderem mit dem aussichtsreichen Markt von Gesundheitsimmobilien in Deutschland. Hochtief wolle dabei die Kompetenz der US-Tochter Turner in diesem Bereich, die Erfahrungen der Tochter Construction im Bau und die Kenntnisse der Facility-Management-Sparte beim Betrieb von Krankenhäusern gemeinsam nutzen. Auch die russische Regierung denke zudem verstärkt über PPP-Projekte nach und plane Anreize für ausländische Investoren.

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