| Henkel baut Produktion in Russland aus | | Drucken | |
Neues Werk in Tscheljabinsk / Nachfrage nach Bauchemie mit zweistelligem WachstumMoskau (bfai) - Der deutsche Chemiekonzern Henkel stockt seine Investitionen in Russland auf. Im Vordergrund steht die Erweiterung der Produktionskapazitäten in den Sparten Baustoffe (Mörtel, Dichtmittel, Fassadenmaterial, etc.) sowie Wasch- und Reinigungsmittel. Der schnell wachsende russische Markt soll damit besser bedient, die Logistik verbessert und die Einfuhr verringert werden. Der größte Teil der Investitionen wird in den nächsten zwei Jahren auf den Bau der Henkel-Zentrale in Moskau entfallen. (Kontaktanschriften) Henkel kündigte an, in den nächsten Jahren rund 80 Mio. in Russland zu investieren. Der größte Teil der Mittel wird 2007 und 2008 fließen. Im Jahr 2006 hat das Unternehmen über 14 Mio. Euro, in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 80 Mio. Euro in dem osteuropäischen Land investiert. Begründet wird das verstärkte Engagement mit den guten Perspektiven und dem überdurchschnittlich hohen Wachstum in allen Sparten des russischen Marktes, in denen Henkel vertreten ist. Neben dem Bau einer neuen Henkel-Zentrale in Moskau gehört die Errichtung eines zusätzlichen Baustoffwerkes (Trockenmischungen für die Bauindustrie, Marke "Ceresit") in Tscheljabinsk zu den wichtigsten Investitionsprojekten. Schwerpunkte werden Produkte für die Fliesenverlegung, Fassadenschutz, Bodenverlegung, Dämmung und Isolation sein. Henkel betreibt seit 2003 eine Fabrik in Kolomna rund 100 km von Moskau entfernt, in der ebenfalls "Ceresit"-Produkte hergestellt werden. Mit der Inbetriebnahme des Werks in Tscheljabinsk wird sich die Kapazität der Baustoff-Sparte von Henkel in Russland auf 200.000 t pro Jahr verdoppeln. Die Investitionen werden mit 7,2 Mio. Euro angegeben. Der Markt für Bautrockenmischungen, wie Mörtel, Dichtstoffe, Fugenmaterial und dergleichen, wächst in Russland nach Schätzungen um 24% pro Jahr. Henkel legt in dieser Sparte deutlich schneller zu als der Gesamtmarkt. Im Zeitraum 2005 und 2006 belief sich das eigene Wachstum auf 78% bzw. 84% jeweils gegenüber dem Vorjahr. Die stark steigende Nachfrage ist dem Bauboom zu verdanken. Wichtige Impulse geben dem Markt das Regierungsprogramm "Erschwinglicher und komfortabler Wohnraum" und die Hypothekenfinanzierung, die in Russland im Kommen ist. Spürbar erweitert werden ferner die Kapazitäten der bestehenden Henkel-Werke für Wasch- und Reinigungsmittel, insbesondere das von Henkel-Pemos im sibirischen Perm. Hier hat Henkel vor allem die bisher nicht so stark im Fokus stehenden Märkte Sibiriens und des russischen Fernen Osten im Auge. Die Investitionen in Erweiterung der Kapazitäten nahe an den Abnehmern sollen Einsparungen bei Logistikkosten bringen. Die schwache Transportinfrastruktur und die steigenden Frachtkosten in Russland sind inzwischen zu einer erheblichen Belastung geworden. Henkel betreibt in Russland drei Produktionswerke für Wasch- und Reinigungsmittel - OAO Henkel-Era in Tosno (Gebiet Leningrad), OAO Henkel-Pemos (Perm) und OAO Henkel-Jug (Engels, Gebiet Saratow). Neben dem Werk für "Ceresit"-Bauprodukte in Kolomna und demnächst in Tscheljabinsk produziert das Unternehmen in Syzran und in Engels (OOO Rushenk) Abdichtpasten, Polyurethan- und andere Klebstoffe für den Bedarf der Automobilindustrie. KontaktanschriftenOOO Henkel-Rossija (RusHenk) ul. Bachruschina, 32, strojenije 1, RF-115054 Moskau Tel.: 007/495/7 95 05 95, Fax: -745 55 89 E-Mail: Henkel.Russia@ru.henkel.com, Internet: http://www.henkel.ru OOO Henkel Bautechnik Zelenyj prospekt, 3/10, strojenije 15, RF-111141 Moskau Tel.: 007/495/7 45 23 01, Fax: -7 45 23 02 E-Mail: msk.ceresit@ru.henkel.com, Internet: http://www.ceresit.ru (W.L.) |
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