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Donnerstag, 09. 02. 2012. - 14:15
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Erfolgreiche Deutsch-Russische Logistikkonferenz | Drucken |

Initiative der Bundesvereinigung Logistik (BVL)

Russland gehört zu den dynamischsten Wirtschaftsregionen der Welt, ist einer der wenigen echten Wachstumsmärkte, und wird seine Position in den nächsten Jahren weiter ausbauen.

Die Bundesvereinigung Logistik (BVL) als führendes Logistiknetzwerk und Informationsdrehscheibe hat dies frühzeitig erkannt und brachte Anfang Februar 2007 auf hohem Niveau Fachleute aus Deutschland und Russland in Moskau zusammen. Vor einigen Jahren waren die ersten Kontakte geknüpft worden. Der Auftritt der Russischen Föderation als Gastland beim 23. Deutschen Logistik-Kongress im Oktober 2006 war ein wichtiger Schritt, den Netzwerkgedanken in Richtung Russland mit Leben zu füllen. Und die erste Deutsch-Russische Logistikkonferenz unter dem Titel „Chancen und Trends für die Logistik in der Russischen Föderation“ schließlich stieß auf große Resonanz: Mit insgesamt 600 deutschen und russischen Teilnehmern wurden die Erwartungen an die Konferenz um ein Vielfaches übertroffen. Der Besuch und die Unterstützung des russischen Verkehrsministers Igor Lewitin für das Projekt unterstreicht den Stellenwert der deutsch-russischen Beziehungen.

In ihren Beiträgen betonten die Redner, dass das anhaltende Wirtschaftswachstum Russlands zu immer höherem Bedarf an Logistik führt. Während viele Logistikdienstleister bereits über Niederlassungen im Großraum Moskau verfügen, bieten auch andere Wirtschaftsregionen in der Russischen Föderation große Chancen für ausländische Investoren. Die günstigen Rahmenbedingungen ermöglichen erfolgreiches Wachstum. Logistikdienstleistungen spielen hier nicht zuletzt aufgrund der Weite des Landes eine wichtige Rolle.

Logistik „Made in Germany“ wird nicht nur von den „Global Players“ der Branche in die Russische Föderation gebracht, auch immer mehr Mittelständler stellen ihr Know-how der stetig steigenden Zahl von Industrie- und Handelsunternehmen zur Verfügung. Dennoch lassen sich noch viele Anbieter von gewissen, zum Teil überschätzten Risiken abschrecken: Korruption, Zollbeschränkungen, rechtliche Unsicherheiten oder mangelhafte Absicherungsmöglichkeiten, beispielsweise bei Versicherungen, halten sie von Investitionen in Russland ab. Die tatsächliche Situation vor Ort ist jedoch viel positiver. Außerdem bietet sich die einmalige Gelegenheit, am Aufbau des Landes sowohl im Wirtschafts- als auch Logistiksektor teilzuhaben. Die Aufbruchsituation in Russland ermöglicht vielen Unternehmen, von Beginn an mit Erfolg in Russland aktiv zu sein.
Kaum ein Land hat dabei in kurzer Zeit einen so gravierenden politischen und wirtschaftlichen Wandel hinter sich wie Russland. Die Gegensätze sind groß. Die Menschen in diesem weiten Land streben nach westlichem Lebensstandard. Seit Jahren sind die großen Konzerne und auch Mittelständler aus Deutschland, Frankreich, Skandinavien oder den USA in Russland aktiv. Schon jetzt schießen Lagerhallen und Logistikterminals wie Pilze aus dem Boden. Immer mehr – auch branchenfremde Unternehmen – engagieren sich im boomenden Logistiksektor. Das Angebot kann die Nachfrage derzeit auch nicht ansatzweise decken. Der Eintritt in diesen Markt aber will gut vorbereitet sein, um das richtige Leistungsprofil, die richtige Region, den richtigen Zeitpunkt und die richtigen Partner zu definieren.
Die Gebiete rund um Moskau und St. Petersburg sind die wichtigsten Wirtschaftsregionen in der Russischen Föderation. Jedoch auch abseits dieser Metropolen befinden sich wichtige Industrie- und Handelszentren mit einem enormen Wachstumspotenzial für mittelständische Unternehmen. Immer mehr ausländische Unternehmen erkennen dies und tätigen ihre Investitionen auch außerhalb der vertrauten Zentren Moskau und St. Petersburg.  Im Rahmen der ersten deutsch-russischen Logistikkonferenz in Moskau berichteten denn auch die Gouverneure der russischen Gebiete Samara, Wladiwostok, Jekaterinburg sowie Moskau über die Möglichkeiten und Chancen für mittelständische Unternehmen in den Regionen. Die Regierungsvertreter informierten die Konferenzteilnehmer sowohl über die wirtschaftliche Lage als auch über Investitionsmöglichkeiten. Damit wurde das vielseitige Konferenzprogramm um eine weitere Kontaktmöglichkeit ergänzt.
Jede Region hat ihren wirtschaftlichen Schwerpunkt in einem unterschiedlichen Industriezweig. Während Samara als Zentrum der Öl- und Gasproduktion gilt, herrscht in Jekaterinburg die Metallindustrie vor. Im Osten des Landes hat sich die Stadt Wladiwostok dank ihrer Nähe zu der Volksrepublik China und dank der direkten Seeverbindung nach Japan zu dem wichtigsten Verkehrsknotenpunkt der Region entwickelt.
„Wir reagieren mit dieser Konferenz auf die starke Nachfrage sowohl aus der Wirtschaft als auch aus der Politik nach deutschem Logistik-Know-how für den sich rasant entwickelnden russischen Markt. Logistikdienstleistungen und Know-how ‚Made in Germany’ sind ein Exportschlager zwischen Königsberg und Wladiwostok“, so Dieter Bock, Beauftragter Osteuropa und Mitglied des Beirates der BVL. Die Gebietsregionen wurden präsentiert von Gouverneur Konstantin Titow (Samara), dem Gouverneur der Stadt Wladiwostok, Sergei Darkin sowie vom Gouverneur der Region Jekaterinburg, Eduard Rossel.
Eine Nachfolgeveranstaltung der Deutsch-Russischen Logistikkonferenz ist für die erste Jahreshälfte 2008 ins Auge gefasst. Termin und Ort stehen allerdings noch nicht fest.

Information bei:
Bundesvereinigung Logistik (BVL) e. V.
Schlachte 31
28195 Bremen
Germany
Tel.: +49 421 17 38 40
Mail: bvl@bvl.de
www.bvl.de
 
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