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Donnerstag, 09. 02. 2012. - 14:56
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Energiewirtschaft als Grundlage für die Entwicklung der Partnerschaft zwischen Russland und der EU | Drucken |

Die Energiewirtschaft ist prädestiniert, als Grundlage für die Entwicklung der Partnerschaft zwischen Russland und der EU zu wirken.

Die Russische Gasgesellschaft (RGO) ist eine nichtkommerzielle Partnerschaft von Unternehmen der Öl- und Gasbranche. Zu den Mitgliedern der RGO zählen führende russische Gasproduzenten, Gastransportunternehmen, regionale Gasverteilungs- und Vertriebsorganisationen, Forschungsinstitute und Unternehmen der Branchen Bau und Chemie. Die Mitglieder der RGO fördern mehr als 97% des russischen Gases. Die wissenschaftliche und rechtliche Betreuung der RGO erfolgt durch einen Expertenrat in verschiedenen Arbeitsgruppen. In diesen Arbeitsgruppen werden Zielprogramme der RGO vorbereitet und aktuelle Fragen zur Optimierung der Arbeit in der Gasbranche erörtert. Darüber hinaus werden Gutachten und Anträge von fachbezogenen Experten  für die gesetzgebenden Behörden und Ministerien vorbereitet.

Die Russische Gasgesellschaft gehört zu den assoziierten Mitgliedern der Internationalen Gas Union (IGU) und zur Europäischen Union der Gaswirtschaft (Eurogas). Die Vertreter der RGO sind in den Arbeitsgruppen und Programmausschüssen der IGU beteiligt.

Jedes Jahr wird in Berlin eine gemeinsame Konferenz von der Russischen Gasgesellschaft und der Eurogas durchgeführt: „Energiedialog Russland – EU & Gasaspekt“. Ende Mai 2007 hat die 2. Konferenz stattgefunden, wo dringende  Probleme der Zusammenarbeit  Russlands und der EU in der Gasbranche sowie Fragen zur globalen Energiesicherheit und die Aussichten zur Entwicklung der Energiemärkte erörtert wurden.

An der Konferenz hatten Abgeordnete der Staatsduma der RF und des Deutschen Bundestages, die Spitzen der Gas- und Energieunternehmen aus Russland und Europa – „Gazprom Export“, TNK-WR, Novatek, Itera, E-ON Ruhrgas, Eni und Gaz de France – teilgenommen.

Die Konferenz wurde vom Präsidenten der RGO, dem Vorsitzenden des Ausschusses der Staatsduma der RF für die Energiewirtschaft, Transport und Kommunikationswirtschaft, Valery Yazev, eröffnet. Laut Auffassung des RGO Präsidenten muss die Zusammenarbeit Russlands und der EU nach dem Prinzip „nicht Investitionen gegen Ressourcen, sondern Investitionen gegen Investitionen“ aufgebaut werden. Das zur Tradition gewordene Berlin–Forum soll zu einem Harmonisierungselement in den Beziehungen zwischen Russland und Europa in der Gasbranche werden.

Die Wichtigkeit  der guten nachbarschaftlichen Beziehungen und der konstruktiven Partnerschaft zwischen Russland und der EU wurden vom Generalsekretär der Europäischen Union der Gaswirtschaft, Jean - Marie Devos, betont. „Russland ist unser Nachbar. Wir sollen gewissenhaft die Energie benutzen und nicht erlauben, dass das politische Klima darauf Einfluss nimmt.“ sagte der Chef der Eurogas. Er hält die Gründung eines ständigen Gremiums für die Lösung der Konflikte zwischen Produzenten, Exporteuren und Transitunternehmen von Erdgas im Rahmen der EU für notwendig. Eine Regelstruktur im Rahmen der EU wird die Organisation des Gesamtmarktes und den Zugang aller Interessenten darauf ermöglichen.

Die Chefs der größten europäischen Gasunternehmen haben zur Förderung und Stärkung Geschäftsbeziehungen mit Russland aufgerufen. Der Vorstand der deutschen E.ON Ruhrgas AG, (Partner der „Gazprom“ - Nordstream Gasleitung) Dr. Burkhard Bergmann, hat die Absichten seines Unternehmens bestätigt, zwei Gasleitungen auf dem Boden der Ostsee 2010 und 2012 in Betrieb zu nehmen.

Der Vizepräsident der Lieferabteilung von Gaz de France, Edouard Sauvage und der Vizepräsident von E.ON Ruhrgas AG, Uwe Fip, haben die Wichtigkeit und ihr Interesse an zuverlässigen, langfristigen Verträgen an den Gemeinschaftsunternehmen im Bereich Infrastruktur und am Austausch von Aktiva mit der russischen Seite erklärt. Die  Konferenz ermöglichte es der politischen Führung, den Vertretern der Öffentlichkeit, der Geschäftsgemeinschaft und den Experten, die Schritte zur Synchronisation der Energiestrategien und die Absichten in der Energiepolitik allseitig zu erörtern.

Bei der Schließung der Konferenz hat der RGO-Präsident Valery Yasev erklärt, dass der stattgefundene Energiedialog Russland – EU besondere Aktualität durch die Notwendigkeit der baldigen Vorbereitung von neuen Abkommen zwischen Russland und der EU über die strategische Partnerschaft bekommt, die als Grundlage für die  Entwicklung der gegenseitigen  Partnerschaft zwischen Russland und der EU für die nächste Zukunft dienen sollen. Nach Ansicht der Teilnehmer am Berlin-Forum wird die Energiewirtschaft eines der wichtigsten Elemente dieses Abkommens sein.
 
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