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Samstag, 04. 02. 2012. - 21:35
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Brandenburg vereinbart Netzwerk mit russischer Luftfahrtindustrie | Drucken |

Russlands Präsident Wladimir Putin bei der Eröffnung der diesjährigen Moskauer Luft- und Raumfahrtmesse. Brandenburg will mit der Luftfahrtbranche in Russland enger zusammenarbeiten. Bei der viertägigen Russlandreise von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sei am Mittwoch der Aufbau eines Netzwerkes der Berlin Brandenburg Aerospace Allianz (BBAA) und der russischen Luftfahrtindustrie vereinbart worden. Nach Einschätzung von Platzeck könnten deutsch-russische Konsultationen zur Luftfahrtindustrie von Brandenburg aus starten, hieß es in einer Mitteilung der Staatskanzlei.

Der Regierungschef habe die wachsende internationale Bedeutung Berlin-Brandenburgs im Bereich der Luft- und Raumfahrt bei einem Treffen auf der Moskauer Luft- und Raumfahrtmesse MAKS betont. Platzeck traf sich dort mit dem Generaldirektor der russischen Industrieagentur rosprom und Wirtschaftsberater der Regierung, Boris Aljoschin, sowie dem Chef des russischen Luftfahrtkonzerns OAK, Alexej Fjodorow. Das Treffen kam auf Einladung von Airbus-Chef Thomas Enders zustande.

Das erste Treffen des Netzwerks von BBAA und der russischen Luftfahrtindustrie soll in Brandenburg stattfinden. Die Allianz ist eine regionale Wirtschaftsvereinigung, die die Interessen der Luft- und Raumfahrtindustrie in der Hauptstadtregion unterstützt. Bei einem Treffen mit dem Transportminister der Russischen Föderation, Igor Lewitin, sei vereinbart worden, dass sich Brandenburg an der Planung und Umsetzung eines Güterverkehrszentrums (GVZ) in Russland beratend beteiligen könne.

Platzeck plädierte für eine kritische Partnerschaft mit Russland. "Zur vernünftigen Partnerschaft mit Russland gibt es keine Alternative." Trotz vieler Probleme sei es Präsident Wladimir Putin anzurechnen, dass er den Menschen nach dem Chaos in den 1990er Jahren eine Perspektive und ihr Selbstwertgefühl wiedergegeben habe. Platzeck, der im Moskauer Gebiet - der Partnerregion Brandenburgs - hochrangige Politiker trifft, kritisierte eine "Regulierung von Presse und Fernsehen" durch den Kreml und mahnte eine "kämpferische Aufklärung" von politischen Morden in Russland an. Für Europa sei ein demokratisches und stabiles Russland wichtig. (dpa) / (pmz/c't)
 
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