| Außenwirtschaftliche Kooperation von St. Petersburg und Deutschland | | Drucken | |
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Im Jahre 2004 entwickelte sich der Handel mit Deutschland besonders dynamisch. Deutschland, das zu den führenden Handelspartnern von St. Petersburg gehört, nahm 2004 nach dem Außenhandelsumsatz den ersten Platz unter den Partnerländern ein. Das Gesamthandelsvolumen betrug 1535 Millionen Dollar (nahm gegenüber 2003 um 50% zu).
Die Dynamik der Ausfuhr nach Deutschland ist besonders hervorzuheben. Zum ersten Mal in den letzten Jahren machte das Exportwachstum 300% (im Vergleich zum Jahr 2003) aus. Die Ausfuhr erreichte 563 Mio. US-Dollar. Das Einfuhrvolumen im Handel mit Deutschland ist traditionsgemäß groß. 2004 nahm die Einfuhr um 16% gegenuber dem Jahr 2003 zu und erlangte 973 Mio US-Dollar. Der Handel schloß weiterhin mit einem negativen Saldo ab, aber das Verhältnis zwischen dem Import und Export verringerte sich vom 4,6-fachen im Jahre 2003 bis auf das 2-fache im Jahre 2004. Nach der Jahresbilanz 2004 belegte Deutschland den ersten Platz nach dem Warenmsatz, Export und Import unter allen Handelspartnern der Stadt. Der Anteil von Deutschland sowie am Import, als auch am Export von St. Petersburg betrug 14%.
In der Warenexportstruktur machten Kupfer und Kupfererzeugnisse 71% aus. Es wurden auch Aluminium und Aluerzeugnisse, Holz und Holzerzeugnisse, Eisenmetalle, Maschinenbauproduktion, optische Geräte usw. ausgeführt.
Einfuhrlieferungen wurden nach vielen Warengruppen getätigt. Das waren Lebensmittel, Maschinenbauproduktion, elektrische Ausrüstung, Kunststoffe, Landtransportmittel, Papier und Pappe, optische Geräte usw. Kooperation im InvestitionsbereichDeutschland bleibt in der Gruppe der ausländischen Hauptinvestoren von St. Petersburg, obwohl seine Investitionaktivität von 2001 an wesentlich zurückgegangen ist. Zum Vergleich: im Jahre 2000 gab es 116,5 Mio US-Dollar (vierter Platz, 10,2%) Investitionen. Im Jahre 2004 sind 54,8 Mio US-Dollar Investitionen aus Deutschland (5,5%, siebenter Platz) eingegangen, das ist um 20% mehr, als im Jahre 2003. Für den Stand vom 01.01.2005 wurden deutsche Investitionen von 74,2 Mio Dollar akkumuliert, der größte Teil davon sind Direktinvestitionen (63,5 Mio Dollar). In St. Petersburg sind heutzutage Vertretungen von mehr als 400 deutschen Unternehmen präsent. Deutsche Firmen erweitern aktiv ihren Einfluß. AktuellAm 2. Marz 2005 wurde zwischen der Regierung von St. Petersburg und dem Unternehmen BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH die Vereinbarung „Über das Investment in St. Petersburg, das auf die Entstehung der Produktionsstätte für Haustechnik gerichtet ist“, unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung wurde der deutschen Gesellschaft das Grundstück, das 250.000 Quadratmeter mißt, in der Industriezone Neudorf der Siedlung Strelna für den Bau der Kühlschrankfabrik gewährt. In den Bau der Fabrik investiert die Gesellschaft BSH 50 Millionen Euro. Man wird den Petersburgern 500 neue Arbeitsplatze bieten. Alljährlich wird man über 500.000 Kühlschränke produzieren. In Aussicht steht die Ausweitung der Produktion und die Erweiterung des Produktionssortimentes. Am 30. August 2005 fand der Festakt der Grundsteinlegung der BSH-Kühlschrankfabrik statt. Es ist geplant, die Bauarbeiten im Jahre 2007 abzuschließen und die Arbeit im Betrieb aufzunehmen. Im Juni 2005 besuchte St. Petersburg die Delegation des Bundeslandes Thüringen mit dem Landesministerpräsidenten D.Althaus an der Spitze (ca. 40 Personen). Das Hauptziel des Besuches war der Ausbau der Kontakte mit den Petersburger Betrieben. Es fanden Geschäftsverhandlungen, sowie Rundtischgespräche zu verschiedenen Schwerpunkten der Zusammenarbeit (Wirtschaft, Verkehr, Kommunalwirtschaft und u.a.) mit Beteiligung der Betriebsvertreter und Stadtverwaltung von St. Petersburg statt. Seit dem Jahre 1998 finden in St. Petersburg alljährlich im Juni Festspiele „Russland – Deutschland. Junitreffen" statt, deren Programm Geschäfts- und Kulturveranstaltungen beinhaltet. Das Hauptanliegen der Festspiele besteht darin, die Entwicklung der Beziehungen zwischen unseren Ländern zu fördern. Einen großen Beitrag zum Ausbau der Beziehungen zwischen St. Petersburg und Deutschland leisten Rundtischgespräche „Kooperation im Investitionsbereich zwischen Russland und Deutschland“, die vom Komitee für auswärtige Beziehungen und Tourismus von St. Petersburg und der Delegation der deutschen Wirtschaft turnusmäßig durchgeführt werden. An den Rundtischgesprächen beteiligen sich Vertreter der Stadtverwaltung, der städtischen und föderalen Ämter und Ressorts, Top-manager der führenden deutschen Unternehmen und Joint-ventures. Die Thematik der Rundtischgespräche wird auf Grundlage der Befragung der in St. Petersburg arbeitenden deutschen Unternehmen bestimmt. Auf solche Weise wird der direkte Dialog der Stadtverwaltung und der deutschen Geschaftsleute gewährleistet. Teilnahme von St. Petersburg an den internationalen MessenIn St. Petersburg arbeiten einige deutsche Firmen, die die Teilnahme der russischen Unternehmen an den Ausstellungen und Messen organisieren: Vertretungen der Hamburger Messe und Frankfurter Messe, Filiale der Leipziger Messe GmbH in St. Petersburg (Organisation der Beteiligung an den Leipziger Messen), Deutsche Messe, Konkord-Petersburg (Geschäftsreisen, Messereisen, Seminare, Konferenzen). St. Petersburger Betriebe nehmen seit dem Jahre 1996 alljährlich an der „Grünen Woche“, der großen internationalen Messe für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau, die in Berlin durchgeführt wird, teil. Im Januar 2004 nahm die Exposition von St. Petersburg bei der „Grünen Woche“ 198 m2 ein. Die Kollektivschau präsentierte Baltika OAG, Krupskaja-Süßwarenfabrik, Ladoga GAG, Palata remesel OGO, Troja GmbH, Russky suwenir GmbH u.a. An der Jahresindustriemesse „Hannover Messe 2005" beteiligte sich Russland mit dem Sondergästestatus des Partnerlandes. Der Ausstellungsstand von St. Petersburg nahm Flache von ca. 130 m2 ein und war durch 15 Betriebe vertreten, darunter sind Sewkabel, Transas, Radar MMS, Energosberegatelnzje Technologiji u.a. zu erwähnen. St. Petersburg ist auch Teilnehmer der alljährlichen Immobilienfachmesse „Expo Real“, die in Munchen veranstaltet wird. Traditionsgemäß beteiligt sich St. Petersburg an der größten internationalen Messe für den Schiffbau, die Schiffahrt und Hafenwirtschaft, den Schiffmaschinenbau und die neusten Seetechnologien „SMM“ (Hamburg). Bei der ordentlichen Messe im September 2004 war im russischen nationalen Ausstellungspavillon der Stand von St. Petersburg unter dem Namen "St. Petersburg als das größte Zentrum der Schiffbauindustrie Russlands“ vertreten. An der Messe nahmen 15 führende Schiffbaubetriebe von St. Petersburg teil. Im Jahre 2004 besuchte die Delegation von St. Petersburg, bestehend aus mehr als 100 Personen, die sechste Europäische Fachmesse für Restaurierung, Denkmalschutz und Städteerneuerung „Denkmal“. Unter ihnen waren Vertreter von KGIOP (Komitee für Staatsbewirtschaftung und Denkmalschutz), des staatlichen Russischen Museums, 14 führende Firmen, solche, wie Intarsia GmbH, Art-Expert GmbH, Spezialist RPNT, Restamp GmbH, Kast GmbH und andere. Um die Erfolge der Petersburger Restaurationsschule zu veranschaulichen, wurde die städtische Kollektivschau auf der Flache von 120 m2 veranstaltet. Tätigkeit der Vertretungen der deutschen Organisationen in St. PetersburgKonrad-Adenauer-Stiftung Eine geselllschaftlich-politische Stiftung, die durch die CDU gegründet wurde. Sie arbeitet mit verschiedensten Organisationen Russlands zusammen und vermittelt politische Bildung, unterstützt die Demokratieentwicklung, erforscht historische Aspekte der Wechselbeziehungen zwischen Russland und Deutschland. Die Stiftung führt Seminare, Konferenzen durch, vergibt Stipendien an junge Gelehrte, gibt Lehrbücher aus, organisiert Reisen nach Deutschland. Friedrich-Ebert-Stiftung Eine gesellschaftlich-politische Einrichtung, die von der Sozial-demokratischen Partei Deutschlands gegründet wurde. Seit dem Jahre 1925 funktioniert sie entsprechend dem Vermächtnis des ersten Präsidenten der deutschen Republik, des Funktionärs der deutschen Sozialdemokratie Friedrich Ebert. Die Stiftung vermittelt politische Bildung, unterstützt die Demokratieentwicklung, erforscht historische Aspekte der Wechselbeziehungen zwischen Russland und Deutschland durch. Die Ebert-Stiftung realisiert in St. Petersburg eine Reihe von Programmen, darunter sei auch der Rundtisch zu den Fragen der Entwicklung der Transportinfrastruktur in der Ostseeregion „Baltische Brucke: Transit und Perspektiven der Hafenentwicklung unter den Bedingungen der Erweiterung der Europaischen Union“ zu erwöhnen. Die Stiftung beteiligt sich an der Vorbereitung der internationalen Konferenz „Entwicklung der MICE-Industrie in Russland“, die im Rahmen des Geschäftsprogramms „Tourismus und Kurorte“ organisiert wird. Delegation der deutschen Wirtschaft Eine Einrichtung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages Deutschlands (DIHK), dessen Mitglieder alle deutsche Unternehmen sind, wurde in St. Petersburg im Jahre 1992 für die Informationsunterstützung der Zusammenarbeit zwischen St. Petersburg und Deutschland gegründet. Zu den Aufgaben dieser Einrichtung zählt die Auswahl der Partner für gemeinsame Projekte. Die Delegation der deutschen Wirtschaft nimmt aktiv an der Reihe der Beratungsprogramme für russische Firmen teil, zum Beispiel, am Projekt der "freiwilligen Experten“. Top-Manager der deutschen Unternehmen, die große Arbeitserfahrungen unter den Marktbedingungen haben, beraten, nachdem sie Rentner geworden sind, kostenlos russische Firmen. Goethe-Institut Seit 1993 ist in St. Petersburg das Goethe-Institut tätig, das die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland fördert und die internationale kulturelle Zusammenarbeit pflegt. Im Institut sind Deutschkurse und Bibliothek vorhanden, werden Seminare für Bibliothekmitarbeiter durchgeführt. Deutsch-russisches Zentrum für technische Unterstutzung Koordination der Realisierung des Programms der technischen Unterstutzung „Transform“, das darauf gerichtet ist, den Betrieben von St. Petersburg bei der Erhöhung der Produktionseffiktivität, der Qualitätsbesserung der hergestellten Erzeugnisse, der Suche nach den deutschen Partnern Unterstützung zu leisten. Deutsch-russisches Begegnungszentrum Die Aufgaben des Zentrums bestehen in der Durchführung der Projekte, die im Auftrag der Regierung der Bundesrepublik Deutschland zur Entwicklung der Kultur der Russlanddeutschen in der Nord-West-Region beitragen (Sprachkurse, Aufführungen der Tanz- und Theatergruppen, Konzerte, Gespräche zu den landeskundlichen Themen). Deutsch-russischer Austausch Die Aufgaben der Einrichtung bestehen in der Durchführung der Seminare für russische nicht regierungsamtliche Organisationen und ihrer Unterstützung; der Bildung der administrativen Strukuren, dem Umweltschutz, der Unterstützung der Demokratisierungsprozesse, der Erhöhung der Berufsentwicklung der russischen Journalisten. Diese Einrichtung bietet auch den jungen Leuten aus Deutschland und Russland die Möglichkeit, Praxis in beiden Ländern zu absolvieren. Büro der Wirtschaftskontakte des Bundeslandes Baden-Wurtemberg In Juni 2001 wurde in St. Petersburg das Büro der Wirtschaftskontakte des Bundeslandes Baden-Würtemberg (bei dem ZMM Progress) eröffnet. Zu den Aufgaben des Büros gehören Organisation der Veranstaltungen, die die Wirtschaftskontakte der Geschäftsleute beider Länder fördern, Beratung deutscher und russischer Unternehmen über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit, Informationsbetreuung (Herausgabe der Handbücher, Informationsplazierung im Internet Dresdener Wirtschaftsbüro, Vertretung des Hamburger Hafens (funktioniert seit Mai 2003), Vertretung des Bundeslandes Schleswig-Holstein (befindet sich im Haus der deutschen Wirtschaft, wurde am 1.September 2003 eröffnet). Die Hauptaufgabe des Büros und der Vertretungen besteht in der Hilfe bei der Herstellung der Kontakte zwischen den Petersburger Betrieben und den Betrieben der Bundesländer, in der Organisierung der Geschäftsreisen.
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