| Zahlreiche Investitionsvorhaben im Gebiet Rostow | | Drucken | |
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Wirtschaft der südrussischen Region wächst überdurchschnittlich stark / Von Waldemar Lichter Moskau (bfai) - Das südrussische Gebiet Rostow glänzt mit guten Wirtschaftszahlen. Die Wachstumsrate in der Region liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt. Anders als in vielen anderen russischen Gebieten nimmt die Industrieproduktion in Rostow recht stark zu. Die Metallindustrie, der Fahrzeug- und Maschinenbau sowie andere Zweige gehören zu wichtigsten Trägern dieses Wachstums. Eine große Bedeutung hat der Agrarsektor. Auch die Investitionen zeigen eine starke Dynamik. Zahlreiche Erweiterungs- und Modernisierungsprojekte sind auf dem Weg. (Kontaktanschriften) Die jüngste Erfolgsmeldung stammt vom Juni 2007: Für 180 Mio. US$ will PepsiCo im Gebiet Rostow eine neue Kartoffelchipfabrik (Frito Lay) errichten. Das Werk, das bei Asow gebaut wird, soll 50.000 t Chips pro Jahr liefern. Eine Absichtserklärung dazu haben die Gebietsverwaltung und Vertreter des US-Konzerns kürzlich im Rahmen des 9. internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg unterzeichnet. Für die schnell wachsende Region interessieren sich auch andere Unternehmen aus dem In- und Ausland. Foton Lovol aus der VR China prüft derzeit Möglichkeiten, in der Region die Montage von Traktoren aufzunehmen. Der Autokonzern Hyundai (Korea Rep.) lässt seit 1991 im Gebiet Rostow Pkw in Lizenz montieren. Partner ist OOO Tagaz in Taganrog. Die Angebotspalette wird derzeit um neue Pkw- und Nfz-Modelle erweitert. Die Gebietsadministration hofft, dass sich auch andere Unternehmen der Auto- und Zulieferindustrie in der Region ansiedeln und hier mit der Zeit ein zweites Detroit ("Donskij Detroit") entstehen könnte. Verfolgt werden außerdem große Vorhaben in den Bereichen Energie (Kraftwerke), Infrastruktur (Hafen, Flughafen/Süd-Hub, Tunnel) und Schwerindustrie. Zum Beispiel wird in Schachty derzeit ein modernes Stahl- und Walzwerk (REMZ) mit einer Kapazität von 750.000 t pro Jahr gebaut. Die Anlagen (von Danieli/Italien und Concast/Schweiz) sollen Ende 2007 bzw. Anfang 2008 in Betrieb genommen werden. Daneben sind umfangreiche Investitionen bei Tagmet (Konzern TMK; Anlagen von SMS Meer/Deutschland und Olivotto Ferre/Italien), ZAO Staks (Gruppe Mair) und WKMPO (Alcoa; Aluminiumerzeugnisse) auf dem Weg.
Quellen: Administration des Gebietes Rostow, bfai-Recherchen Rostow gehört zu den dynamischsten Regionen in Russland. Der Fläche nach gehört es mit seinen 100.800 qkm zwar zu den kleineren Föderationssubjekten (35. Platz). Bei Wachstumsdynamik, Wirtschaftsleistung und Bevölkerungszahl liegt das Gebiet aber weit vorn. Das reale Wirtschaftswachstum der Region belief sich 2006 auf 8,8%. Für ganz Russland betrug diese Kennziffer nur 5,7%. Das Gebiet trägt mit 336,7 Mrd. Rbl (rund 9,7 Mrd. Euro) etwa 1,3% zum russischen Bruttoinlandsprodukt bei. Für die nächsten Jahre erwartet die Administration des Rostower Oblast eine ähnlich starke Dynamik. Prognosen der Regierung zufolge wird das Bruttoregionalprodukt 2009 bereits mehr als 558 Mrd. Rbl erreichen. Für die kommenden vier Jahre wird mit einem Wachstum von 8,6% bis 10,2% pro Jahr gerechnet. Zwischen 2006 und 2010 wird die Wirtschaft der Region damit um mehr als 42% wachsen. Deutlich mehr als die russische Wirtschaft insgesamt, für die ein Plus von 27% erwartet wird. Die überdurchschnittlich guten Ergebnisse sind zum großen Teil auf das starke Wachstum der industriellen Erzeugung, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe zurückzuführen. Anders als in zahlreichen anderen Regionen Russlands, in denen deutlich schwächere Ergebnisse erreicht werden, legt die Industrie im Gebiet Rostow kräftig zu - 2006 um 14,4% gegenüber dem Vorjahr. Im verarbeitenden Gewerbe betrug das Plus sogar 17%. Für 2010 werden 10%, für 2008 bis 2010 weitere 8% bis 14% Wachstum pro Jahr erwartet. Zu den Zugpferden gehörten im Jahr 2006 die metallverarbeitende Industrie (u. a. Stahlrohre), die Produktion nicht-metallischer mineralischer Produkte (Graphitelektroden, Glas, Baustoffe) und der Maschinenbau. In den nächsten Jahren werden auch die Erzeugung von Koks- und Erdölprodukten, die Produktion von Lebensmitteln und Getränken, Kunststoff- und Kautschukerzeugnissen sowie Transportmitteln (vor allem Automobilwerk Tagaz, Lokwerk NEWZ) und elektrotechnischen und optischen Ausrüstungen kräftig zulegen. Grundlage dafür legt die rege Investitionstätigkeit. Zwischen 2000 und 2006 haben sich die Investitionen mehr als vervierfacht von 20,4 Mrd. Rbl auf 90,6 Mrd. Rbl. Nach Angaben der Gebietsadministration belief sich das reale Investitionswachstum 2003 auf 17%, 2004 auf 15,4%, 2005 auf 4,8% und 2006 auf 41,3%. Für 2007 werden 5%, für die folgenden Jahre bis 2010 nicht weniger als 10% pro Jahr erwartet. Die Schwankungen sind auf die Aktivitäten einiger großer Konzerne und deren Großprojekte in der Region zurückzuführen. Als Beispiele können der Bau einer Erdgasfernleitung Sochranowka-Oktjabrskaja durch Gazprom/Mostransgaz sowie die Fertigstellung des zweiten Blocks des Kernkraftwerks Wolgodonskaja AES genannt werden. KontaktanschriftenMinisterium für Wirtschaft, Handel, internationale und außenwirtschaftliche Beziehungen des Gebiets Rostow Stellv. Gouverneur und Minister: Wiktor Jefimowitsch Derjabkin Erster Stellvertretender Minister: Sergej Grigorjewitsch Kurdjumow ul. Sozialistitscheskaja 112, 344050 Rostow am Don, Russische Föderation Tel.: 007/863/240 52 57, -240 50 84; Fax: -240 54 80 E-Mail: international@aaanet.ru; Internet: http://www.economica.donland.ru Investitionsagentur des Gebiets Rostow Generaldirektor: Wadim Iwanowitsch Wikulow Ggeschäftsführender Direktor: Igor Wladimirowitsch Burakow Tel.: 007/863/291 30 64, -219 17 17, -200 25 44; Fax: -291 30 65 E-Mail: general@ipa-don.ru, burakov@ipa-don.ru; Internet: http://www.ipa-don.ru (W.L.) |
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