| Region Krasnodar sucht Investoren für Baustoffwerke | | Drucken | |
Region Krasnodar sucht Investoren für BaustoffwerkeProduktion von Ziegeln, Beton, Eisenbeton, Zement und Basaltwolle geplant / Deutsche Ausrüster mit guten Chancen / Von Edda WolfKöln (bfai) - Die Region Krasnodar wird Gastgeber der Olympischen Winterspiele Sotschi-2014 sein. Zur Vorbereitung auf dieses Großereignis werden Sportstätten und Hotels errichtet, das Zentrum der Gebietshauptstadt Krasnodar rekonstruiert und die Infrastruktur ausgebaut. Das lässt den Bedarf an Baumaterialien in die Höhe schnellen. Die bestehenden Produktionskapazitäten reichen zur Deckung der enormen Nachfrage nicht aus. Deshalb hat die Administration zahlreiche Projekte für neue Baustoffwerke in ihre Entwicklungsstrategie der Region Krasnodar integriert. (Kontaktanschrift) Dem Gebiet Krasnodar steht ein beispielloser Bauboom bevor. Die Region wird sich in Kürze in die größte Baustelle der Welt verwandeln. Zu den Olympiavorbereitungen kommen hinzu der Bau von Hotels und Erholungsobjekten in fünf Tourismus-Erholungs-Zonen (Blagoveshenskaja, Vysokij Bereg, Kriniza-Archipo-Osipovka, Agrija, Malyj Achun), die Schaffung der Glücksspiel-Zone "Asow City" und die Errichtung von Wohnungen im Rahmen des Nationalen Zielprogramms "Erschwinglicher und komfortabler Wohnraum". Ziel der Administration der Region Krasnodar ist es, zur Deckung des absehbar gewaltigen Bedarfs an Baumaterialien kurzfristig verstärkt lokale Produktionskapazitäten zu schaffen. Vorgesehen ist der Bau von drei Ziegelwerken, vier Betonwerken, drei Eisenbetonwerken, eines Zementwerks, eines Basaltfaserwerks und eines Kombinats zur Gewinnung von Sand-Kies-Mischung. Derzeit gibt es noch keinen Betrieb für die Herstellung von Dämmstoffen aus Basaltfasern im Gebiet Krasnodar. Auch 70% des Bedarfs an Porenbeton werden noch durch Einfuhren gedeckt. Bestehende Baustoffbetriebe werden modernisiert. Beispielsweise wird 2008 die Rekonstruktion des Zementwerks OAO Werchnjebakanskij zemsawod (Noworossijsk) fortgesetzt und die Kapazität auf 50.000 t pro Jahr erhöht. Für die Realisierung der Projekte setzt die Gebietsverwaltung auf die Zusammenarbeit mit privaten Investoren. Der russische Konzern Basowyj Element (www.basel.ru) plant über seine Tochterfirma Glavstroj die Errichtung von Baustofffabriken zur Produktion von Gasbeton-, Silikat- und Stahlbetonteilen in Ust-Labinsk (Investitionssumme: 150 Mio. US$). Des Weiteren will er über seine Tochterfirma BaselZement ein Zementwerk mit einer Jahreskapazität von bis zu 4 Mio. t in Tuapse bauen (Investitionssumme: 250 Mio. US$). Im Bereich Zement hofft die Administration auch die Konzerne Lafarge (Frankreich) und HeidelbergCement (Deutschland) für Direktinvestitionen gewinnen zu können. Andere deutsche Unternehmen engagieren sich bereits. Die OOO JugInvest Stone hat ein Werk zur Herstellung von dekorativen Marmorerzeugnissen für den Bau (Treppen, Balustraden, Geländer, Kaminsimse, Platten, Pflastersteine, Kies) im Rajon Mostowskij errichtet (Investitionssumme: 25 Mio. Rbl). Schon 2002 bis 2005 investierte die Knauf Gips KG rund 800 Mio. Rubel in die Erschließung einer Gipslagerstätte und den Bau eines Verarbeitungswerkes im Rajon Mostowskij. Von der starken Nachfrage nach Gipserzeugnissen will auch die ABS-Kuban (Türkei) profitieren. Sie beginnt mit der Konstruktion eines Gipswerks im Rajon Otradnenskij (Investition: 260 Mio. Rbl). Für deutsche Anbieter von Ausrüstungen zur Baustoffherstellung eröffnen sich durch die rege Investitionstätigkeit gute Absatzchancen. So lieferte die Firma Hans Lingl 2007 die Ausrüstungen für ein Werk zur Produktion heller Keramikziegel (Kapazität: 15 Mio. Stück pro Jahr) an die OAO Slawjanskij kirpitsch. Im Geschäft sind auch Wehrhahn (Delmenhorst) und Industrial Service Luft und Wendland GmbH (Bad Salzuflen). Dabei kann nicht nur der direkte Weg über Verkaufsbemühungen in der Region Krasnodar zum Ziel führen. Für bestimmte Baustoffe haben andere russische Gebiete mit entsprechenden Rohstoffvorräten Lieferverträge mit Bauherren abgeschlossen. Beispielsweise unterzeichnete das waldreiche Gebiet Twer auf dem Investitionsforum "Kuban 2007" eine Vereinbarung mit der OAO "Krasnaja Poljana" über die Lieferung von Holzhäusern für das olympische Dorf. Um diese Vereinbarung einhalten zu können, muss das Gebiet Twer ein Werk zu Herstellung von Fertigteilhäusern aus Holz bauen (veranschlagte Kosten: 15 Mio. Euro). Die Häuser sollen ohne Nägel montiert werden. Über eine derartige Technologie verfügt beispielsweise die österreichische Firma Thoma (www.thoma.at). Allerdings investiert diese bereits in ein Werk in Sotschi, so dass das Gebiet Twer nun noch einen Investor (Direktinvestition oder Kredit) und Ausrüstungen für ihr Werk sucht. Dem Investor käme zu Gute, dass der ehemalige Leiter der Handels- und Industriekammer Twer jetzt zur Leitung der OAO "Krasnaja Poljana" gehört.
Quelle: Department für Bauwirtschaft der Region Krasnodar Produktion von Baumaterialien in der Region Krasnodar 2007
Quelle: Department für Bauwirtschaft der Region Krasnodar Die Bemühungen der Gebietsverwaltung zur Steigerung der Baustoffproduktion tragen bereits Früchte. Insgesamt wurden 2006 Baumaterialien im Wert von 16,4 Mrd. Rbl (0,5 Mrd. Euro) hergestellt. Das entsprach einem Wachstum gegenüber 2005 um 27,6%. Im Jahr 2007 nahm die Herstellung von Baumaterialien nochmals um 15% zu. Dadurch gehört Krasnodar zu den führenden Regionen bei der Produktion von Baumaterialien in der Russischen Föderation. Beim Ausstoß von Zement und Gips belegte das Gebiet 2006 den 2. Rang. Bei der Fabrikation von Ziegeln kam es auf den 3. Rang. Etwa 50 große und mittlere Unternehmen produzieren im Gebiet Krasnodar vor allem Zement, Gipskarton, Spezialstahlbeton und Stahlkonstruktionen für den Bau. Die größten Firmen sind OAO Novoroszement (Zement), OAO SP "Kubanskij Gips Knauf" (Gips und -produkte) und der Kaukasische Betrieb für Stahlbetonerzeugnisse (Filiale der OAO RZD - russische Eisenbahn). Eine Liste aller Unternehmen mit Adressen ist im Internet unter www.depstroi.ru/depart1 erhältlich.
Quelle: Department für Bauwirtschaft der Region Krasnodar Eine Übersicht aller Projekte kann im Internet unter www.depstroi.ru/en/ abgerufen werden. Den Projekten entsprechend stellt die Gebietsverwaltung Landstücke bereit, die am nächsten zur Rohstofflagerstätte und zu den Verkehrsknotenpunkten gelegen sind. Die Administration verspricht eine sichere Versorgung der Werke mit Rohstoffen durchschnittlich für 60 Jahre. KontaktanschriftDepartment für Bauwirtschaft des Krasnodarskij kraj Leiter: Wiktor Schewketowitsch Abulgafarow ul. Krasnaja 35, 350014 Krasnodar, Russische Föderation Tel.: 007 861/268 65 75, -262 28 57 E-Mail: invest@depstroi.ru, Internet: www.depstroi.ru Das Department gibt eine CD-Rom heraus (Sprachen: Deutsch, Englisch, Russisch) mit vielen Details zu Unternehmen der Bau- und Baustoffindustrie, Investitionsprojekten, Rohstoffvorkommen und dem nationalen Projekt "Erschwinglicher Wohnraum" der Region Krasnodar. (E.W.) |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| < zurück | weiter > |
|---|
RU
Weitere Informationen 






