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Moskau sucht Investoren für ParkhäuserMoskau (bfai) - Russlands Hauptstadt erstickt im Verkehrschaos und muss daher gegenlenken. Priorität hat der Bau von Parkhäusern, Tiefgaragen und Stellflächen. Die Stadtverwaltung hat Ende Januar ein Projekt vorgestellt, nachdem dafür bis 2010 über 5 Mrd. Euro investiert werden müssten. Den Großteil des Kapitals soll die Privatwirtschaft aufbringen. Hohe Grundstückpreise und niedrige Renditen haben Investoren bislang vom Bau neuer Parkhäuser zurückschrecken lassen. Bis 2010 über 5 Milliarden Euro für Bau neuer Stellplätze nötig / Kostengünstige und Platz sparende Lösungen gefragtZugeparkte Fahrspuren und kilometerlange Parkplatzsuche gehören in Moskau zum Verkehrsalltag. Das Problem: der Bau neuer Stellplätze und Parkhäuser geht nicht einher mit der rasant wachsenden Pkw-Dichte in der Metropole. Nicht einmal die Hälfte der Moskauer Autobesitzer hat derzeit eine eigene Garage oder sonstigen regelmäßigen Stellplatz. Hinzu kommt die Parkplatznot im Stadtzentrum rund um die wichtigsten Einkaufs- und Geschäftsviertel. Grund für den Parkplatzmangel sind die hohen Grundstücks- und Baupreise, die eine Errichtung von Autostellplätzen unrentabel machen. Die Moskauer Stadtregierung hat Mitte Januar 2008 deshalb ein Programm zum Bau von Parkflächen beraten. Schon heute müssen Investoren neuer Immobilien in Moskau auch Stellflächen für Fahrzeuge schaffen. Je 60 Quadratmeter Bürofläche und je 50 Quadratmeter Wohnraum ist ein Parkplatz fällig. Dennoch fehlen nach Angaben von Bürgermeister Jurij Luschkow derzeit 1,7 Millionen Stellplätze in der Stadt. Gemäß dem nun vorgestellten Programm sollen zwischen 2008 und 2010 mindestens 395.000 neue Stellflächen entstehen, was das Problem nur teilweise entschärfen würde. Das nötige Investitionsvolumen beziffert die Stadtverwaltung auf 195 Mrd. Rubel (rund 5,4 Mrd. Euro, Stand 24.1.2008: 1 Euro = 35,98 Rubel). Bei erfolgreicher Umsetzung des Programms, hätten 56% der Moskauer Autofahrer einen festen Stellplatz (derzeit 46%). Das Moskauer Department für Städtebaupolitik will in den nächsten Jahren 400 bis 500 Grundstücke für den Bau von Parkhäusern ausweisen. Weitere 700 bestehende ebenerdige Garagenkomplexe werden mehrstöckig ausgebaut. Die Parkplätze sollen zwischen 200.000 und 250.000 Rubel kosten (5.500 bis 7.000 Euro). Außerdem plant die Stadtverwaltung die Einrichtung von Park&Ride-Systemen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten, zum Beispiel an den Endstationen der U-Bahn. Daran arbeitet bereits das Moskauer Unternehmen Gorodskie transportnye terminaly, eine Tochtergesellschaft des Developers Russian Land (www.russianland.com). Das Unternehmen hat eine Ausschreibung zur Projektierung von 36 Standorten nahe Metro- und Eisenbahnstationen gewonnen. Dort sollen kombinierte Handels- und Bürokomplexe mit entsprechenden Parkmöglichkeiten entstehen. Besonders große Investitionen sind im Stadtzentrum nötig, wo es kaum freie Grundstücke für die Errichtung von Parkhäusern gibt. Als einziger Ausweg bleiben Tiefgaragen, wobei die Stadtverwaltung Projekte in einer Größenordnung von 50.000 Quadratmetern in der City plant. Unter anderem sollen rund um den Manegeplatz und die Hauptgeschäftsstraße Twerskaja uliza unterirdische Stellflächen entstehen. Nach Schätzungen von Experten liegen die Baukosten hier für einen Parkplatz bei über 60.000 US$. In Moskau sind nach Angaben der Straßenverkehrsinspektion GIBDD mehr als 3,5 Millionen Fahrzeuge registriert. Jährlich erhöht sich diese Zahl um 250.000 bis 300.000. Hinzu kommen Hunderttausende Pendler, die aus dem Umland mit dem Auto nach Moskau fahren und ebenfalls einen Parkplatz benötigen. Trotzdem sind Investoren für neue Parkhäuser sowohl im Zentrum als auch in den Schlafsiedlungen der Millionenstadt rar. Die Amortisierungsdauer beträgt bei Vermietung rund zehn Jahre, so Experten. Das sei für russische Investoren zu lang. Laut Vesco Consulting liegen die durchschnittlichen Baukosten in Moskau für einen Stellplatz bei rund 3.500 Euro (inklusive Grundstückserwerb). Die Verkaufspreise für Stellplätze in Parkhäusern erreichen 5.000 bis 15.000 Euro in Plattenbaugebieten, im Stadtzentrum wurden schon bis zu 130.000 Euro bezahlt. Allerdings kann sich nur ein kleiner Teil der Bevölkerung solche Preise leisten, weshalb viele Anlagen bislang leer stehen. KontaktanschriftDepartament gradostroitelnoj politiki, raswitija i rekonstrukzii goroda Moskwy (Abteilung für Städtebaupolitik, Entwicklung und Rekonstruktion der Stadt Moskau) 103009 Moskau, Nikitskij pereulok 5 Tel.: 007 495/291 09 47, -629 26 85, Fax: -956 81 40 Internet: www.dgp.stroi.ru (S.Z.) |
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Wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der Russischen Föderation. Stand: September 2009