| Investitionsbedingungen in den Regionen Russlands | | Drucken | |
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Hinweis Die in diesem Merkblatt zusammengestellten Informationen bieten Ansatzpunkte für ein besseres Verständnis der Investitionsbedingungen in den russischen Regionen. Die hier getroffene Auswahl ist nicht als qualitative Bewertung zu verstehen, sondern einzig der Verfügbarkeit aussagekräftiger Unterlagen geschuldet. Die jeweils aktuellste Fassung dieses Merkblatts finden Sie unter http://europaservice.dsgv.de/laender. Einleitung Im letzten Jahr wurden mehrere Regionen und Gebiete zusammengelegt. Derzeit besteht Russland besteht aus 86 föderalen Subjekten (organisiert als Republik/Respublika, Gebiet/Oblast, Bezirk/Krai, oder Kreis/Okrug), die in sieben föderale Verwaltungsbezirke zusammengefasst wurden: Zentral, Nordwest, Süd, Ural, Wolga, Sibirien und Fernost. An der Spitze der Regionen steht der Gouverneur; an der Spitze der Verwaltungsbezirke steht jeweils ein vom russischen Präsidenten „bevollmächtigter Vertreter" mit einer eigenen Administration. Durch diese von Präsident Putin 2000 durchgeführte Regionalreform sollte die Macht der lokalen Gouverneure eingeschränkt und die regionale Gesetzgebung in Übereinstimmung mit föderalem Recht gebracht werden. Bei den Gouverneuren verblieb z.B. die Aufstellung ihres Haushalts, wobei viele Regionen auf Mittel aus Moskau angewiesen sind. Rahmenbedingungen und Geschäfte Über die Rahmenbedingungen für Geschäfte in Russland gibt der „Geschäftsklimaindex" Auskunft, der quartalsweise vom Verband der Deutschen Wirtschaft per Umfrage ermittelt wird. Die Ergebnisse sind einsehbar unter: http://www.vdw.ru -> Logo „IGUR" Über die tatsächlichen Bedingungen für einen Investor entscheidet jedoch in der Praxis vielfach sein Kontakt mit dem russischen Partner und der regionalen Administration. Die Websites der Regionen: http://www.russland.ahk.de/regions.htm Die Leiter der Gebietsadministrationen (Stand Juli 2006): http://www.vdw.ru (->Download -> Regionen) Die Adressen der regionalen IHKs: http://eng.tpprf.ru/ru/main/chambers Rechtsanwälte empfehlen z.B . bei Firmengründungen den Abschluss eines Investitionsabkommens mit der Administration, in welchem deren Unterstützung genau aufgeführt ist. Da diese Abkommen umgekehrt dem Investor genaue Auflagen machen, wie seine Leistungen für die Region ( z.B. soziales Engagement, Beitrag zur Infrastrukturentwicklung, Schaffung von Arbeitsplätzen) aussehen, kann es im Einzelfall günstiger sein, nur ein Rahmeninvestitionsabkommen zu schließen, dass die wichtigsten Grundelemente der gegenseitigen Verpflichtungen aufführt. Die Möglichkeit der Regionen, steuerliche Vergünstigungen anzubieten, wurde mit dem Inkrafttreten des zweiten Teil des Steuerkodexes (2002) deutlich eingeschränkt. Regionen können die Körperschaftssteuer aber weiterhin um maximal 4% reduzieren. Weitere Steuervergünstigungen gibt es nur noch, soweit diese bis Ende 2002 ausgesprochen und mit einer festen Frist versehen wurden. Das neue Gesetz zu den Sonderwirtschaftszonen ist am 27.8.2005 in Kraft getreten. Es sieht eine steuerliche Begünstigung für sich ansiedelnde Unternehmen in den SWZ vor (14% statt 24%). Die sechs neuen SWZ haben unterschiedliche Branchenschwerpunkte: • Innovativ-technische Sonderzonen: Zelenograd (Mikroelektronik) und Dubna (Kernenergie, Physik) im Gebiet Moskau, St. Petersburg (IT), Tomsk (neue Materialien). • Industrielle/Gewerbliche Sonderzonen: Lipezk (elektrotechnische Haushaltsgeräte, ggf. Möbel), Tatarstan/Jelabuga (KfZ-teile, chemische Erzeugnisse). Die Sonderwirtschaftszonen sind außerdem Zollfreizonen für Werkstoffe und Ausrüstungen; bei der Einfuhr entfällt die Mehrwertsteuer. Zusätzlich können Unternehmen für fünf Jahre von der Boden- und Vermögenssteuer befreit werden. Sechs weitere Sonderwirtschaftszonen für den Tourismus sind im April beschlossen worden (Baikal: Irkutsk, Burjatien, Altai, Krasnodar, Stawropol, Kaliningrad). In einer nächsten Stufe sollen noch Hafensonderwirtschaftszonen ausgewiesen werden. Deutsche Präsenz in der Region Zwischen einzelnen Bundesländern und russischen Regionen gibt es spezielle Verbindungen zur Unterstützung unternehmerischer Kooperationen. Übersicht: http://www.deutsch-russisches-forum.de/kooperationen/kontakte_bundeslaender2.htm Die deutschen Bundesländer sind z.T. durch offizielle Repräsentanzen oder durch Niederlassungen ihrer Wirtschaftsfördergesellschaften in Russland vertreten. In Moskau haben Bayern, Brandenburg, Hessen, Sachsen, Niedersachsen, NRW und Rheinland-Pfalz Vertretungen eingerichtet (Adressen über die Delegation der Deutschen Wirtschaft). Weitere Kooperationen: Baden-Württemberg: Partnerschaft mit St. Petersburg, Jekaterinburg (Kontakt: Baden-Württemberg International, Peter Schlosser, Tel.: 0711 / 227 87-60, Fax: 227 87-22, E-Mail: peter.schlosser@bw-i.de) Berlin: Partnerschaft mit der Stadt Moskau (Kontakt: Berlin Partner, Frau Bräter Tel.: 030 / 39980-221) Brandenburg: Partnerschaften mit dem Gebiet Moskau, dem Gebiet Kaliningrad, der Stadt Moskau, dem Gebiet Kaluga (Kontakt: Zukunftsagentur Brandenburg, Dagmar Hünger Tel. 03 31/6 60-3233) Hessen: Partnerschaft mit Jaroslawl (Kontakt: Kooperationsbüro Hessen-Jaroslawl, Arno Pfeffer, Tel. 0611 / 815 23 52, Fax: 815 22 29E-Mail a.pfeffer@wirtschaft.hessen.de ) NRW: Partnerschaft mit Kostroma, Rostow, Samara, Nishni Nowgorod (Kontakt: GfW-NRW Moskau, Dr. Christian Becker, Tel.: 007 495 / 737 31 99, Fax: 737 55 62, E-Mail: becker@gfw-nrw.ru ) Sachsen: Rahmenkreditabkommen mit Bashkortostan (über die Sachsen LB), Partnerschaften mit Nishni Nowgorod, Kaluga, St. Petersburg und Tatarstan (Kontakt: Wirtschaftsförderung Sachsen, Steffen Barth, Tel.: 0351 / 21 38-137, Fax: 21 38 119, E-Mail: steffen.barth@wfs.saxony.de). 2006 wurde zudem ein Wirtschaftsabkommen mit der Region Kaluga unterzeichnet. Sachsen: Treuhandfonds für das Programm der Weltbanktochter IFC zur Finanzierung von Vorhaben zur Energieeffizienzsteigerung. Fokus sind sächsische oder mit diesen verbundene deutsche sowie russische Unternehmen. Programminformation: http://www.ifc.org/russia/energyefficiency (Kontakt: Wirtschaftsförderung Sachsen, Dr. Frank Hagen, Tel. 0351/2138-170 E-Mail: frank.hagen@wfs.saxony.de) Unternehmerreisen in russische Regionen und Kontaktbörsen werden im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums von verschiedenen deutschen Dienstleistern organisiert (2007 sind drei Reisen geplant: Lipezk/Woronesh, Saratov/Tambov und Magadan/Jakutsk). Vergleichbare Angebote machen auch einige Wirtschaftsfördergesellschaften der Bundesländer. Zusätzlich gibt es Informationsveranstaltungen zu Russland, z.T. auch mit regionalen Schwerpunkten, von verschiedenen Veranstaltern. Siehe: http://www.ixpos.de (-> Termine) Ein weiterer Aspekt sind Deutsch-Russische Städtepartnerschaften, über die auch Wirtschaftskontakte gepflegt werden können: http://www.deutsch-russisches-forum.de/kooperationen/Partner_kontakte.htm Umgekehrt haben einige russische Regionen in Deutschland Repräsentanten eingesetzt; die Vertreter (soweit uns bekannt) sind im Folgenden genannt. Zentraler Föderalbezirk (z.B. Moskau, Gebiet/Oblast Moskau, Vladimir, Twer, Lipezk) - Moskau Moskau bleibt der wichtigste Finanz- und Wirtschaftsplatz. 3.000 der rund 4.000 deutschen Unternehmen, die in Russland tätig sind, sind in Moskau ansässig. Entsprechend gesucht sind Büroräume und Fachkräfte. Das (Geschäfts-)leben in der Stadt wird zunehmend erschwert durch die Verkehrsmassen in Russlands Hauptstadt; die Metropole mit 12 Millionen (offiziellen) Einwohnern kämpft täglich mit Staus, deren geringes Tempo in krassem Gegensatz zum hektischen Moskauer „Bisnes" steht. Homepage der Stadt: http://www.mos.ru (nur Russisch) Ansprechpartner für Unternehmen in Moskau oder Russland sind die Delegation der Deutschen Wirtschaft (in der Rolle einer deutschen Auslandshandelskammer), der Verband der Deutschen Wirtschaft ( v.a. Austausch innerhalb der deutschen Business Community) und das Informationsbüro der Deutschen Wirtschaft (Unternehmensdienstleistungen, z.B. Marktinformationen, Gründungshilfe). Delegation der Deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation (Predstawitelstwo nemezkoi ekonomiki w Rossiskoi Federazii) Kasatschi per. 7, RF-109017 Moskau Tel.: 007 495 / 234 49 50, Fax: 234 49 51 Delegierter: Michael Harms E-Mail: ahk@dihk.ru, Internet: http://www.dihk.ru Im Hause der Delegation: Informationszentrum der deutschen Wirtschaft Leiter: Dr. Alexander Spaak E-Mail: spaak@izdw.ru, Internet: http://www.izdw.ru Verband der Deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation Kasatschi per. 7, RF-109017 Moskau Tel.: 007 495 / 234 49 53, Fax: 234 49 54 E-Mail: buero@vdwrus.msk.ru, Internet: http://www.vdw.ru Büroleiterin: Bärbel Warnig In Moskau gibt es ein Firmengemeinschaftsbüro („Firmenpool"). Hin und wieder sind dort Plätze frei. Nähere Angaben: http://www.dman.de/index.cfm?5148F78B104B6B109D7FAE1C2880D189 Organisation: Deutsche Management Akademie Niedersachsen Telefon 05141 / 48 37 25, Fax: 48 37 26 E-Mail: koop@dman.de Ansprechpartner: Frank Neumann Das Gebiet Moskau ist für Investoren v.a. interessant geworden, seit die Immobilienpreise in der Hauptstadt selbst einen steilen Aufstieg genommen haben. So gibt es auch immer wieder Initiativen für Gewerbeparks in kleinen Städten vor den Toren Moskaus, welche von der Regionaladministration unterstützt werden und wo Investoren Hilfe z.B. bei Behördenvorgängen erhalten. Steuerliche o.ä. finanzielle Anreize werden nicht geboten. Die Region produziert z.B. Bahnwagons und Schienen, Fahrzeuge, Haushaltsgeräte u.v.m. Am stärksten sind der Nahrungsmittel verarbeitende Sektor, sowie Maschinenbau (25% der Produktion), Energie, Baumaterialien, Chemie und Holz/Möbelindustrie. Deutschland ist wichtigster Partner im Import. Importiert werden z.B. Maschinen, Lebensmittel und Getränke sowie Erzeugnisse der petrochemischen Industrie. Die Regierung des Gebiets Moskau bietet Unterstützung und politische Begleitung durch die regionalen Behörden. Sie hat aktuell ein Programm für neue kommunale Industriezonen aufgelegt; Projektentwickler und Infrastrukturinvestoren sind willkommen, aber auch Firmen, die sich zu günstigen Konditionen ansiedeln wollen. Kontakt: Regierung des Gebiets Moskau Abteilung für Investitionszusammenarbeit Tel.: 007 495 / 727 13 47, Fax: 727 13 49 Ansprechpartner: Alexandr Aksjonow (Deutsch) E-Mail: akalal@yandex.ru Homepage der Region: http://www.mosreg.ru (nur Russisch) Wirtschafts- und Regionalprofil der Moskauer Region (Juli 2006, Englisch): http://bisnis.doc.gov/bisnis/bisdoc/0606Moscowoblast.pdf Föderalbezirk Nord-West (z.B. St. Petersburg, Gebiet/Oblast Leningrad, Velikij Nowgorod, Kaliningrad) Der nordwestliche Föderalbezirk tut viel für seine „Selbstvermarktung" und hat in den letzten Jahren mehrfach in Deutschland eigene Kooperations- und Investitionsveranstaltungen organisiert. Etwa 500 Firmen mit deutscher Kapitalbasis sind derzeit in der Region vor Ort. - St. Petersburg Russlands "Fenster zum Westen" ist heute, wo sich auch westliche Wirtschaftspartner v.a. auf Moskau konzentrieren, nicht zuletzt ein „Fenster zum Norden", zu den Volkswirtschaften Skandinaviens. Doch der Hafen an der Newa ist auch Umschlagplatz für Waren aus und nach ganz Europa. Deutschland ist Handelspartner Nummer drei nach China und Finnland. Importiert werden v.a. Nahrungsmittel, Maschinenbauprodukte und petrochemische Produkte, exportiert v.a. Produkte des Maschinenbaus. Schiffs- und Maschinenbau stellen 46% der Industrieproduktion, die Nahrungsmittelindustrie knapp 13%. In St. Petersburg ist zudem eine Vielzahl von Universitäten angesiedelt. St. Petersburg hat schon 1997 damit begonnen, seine Wirtschaft zu diversifizieren. Neben der traditionell großen Bedeutung des Tourismus haben sich in der 4,6 Mio. Einwohner-Stadt auch Handel, Bau und IT-Dienstleistungen stark entwickelt. Aktuell stehen mehrere Modernisierungsvorhaben an, z.B. im Bereich Wasserversorgung, im Wohnungsbau oder beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Ein umfangreiches Rahmenprogramm (2005-2010) zielt auf die weitere Entwicklung des Tourismus. In St. Petersburg hat sich auch ein Schwerpunkt der KfZ-Industrie entwickelt. Zudem gibt es dort eine der Sonderwirtschaftszonen für Hochtechnologie. Wichtigste Sektoren in Kürze: http://www.spbusiness.net/eng (-> Key Sectors) Zu den im Regionalbudget verankerten Investitionsanreizen gehören Investitionsgarantien der Administration (Staatsgarantien), Steuervergünstigungen, vergünstigte Anmietung von Immobilien, Vorbereitung von Gewerbegrundstücken. Diese Hilfen sind in ihrem Umfang durch die jährlichen Haushaltsgesetze beschränkt. Handbücher der Administration für Investoren, u.a. zur Gesellschaftsgründung und zur Förderung (Business Support): http://www.cedipt.spb.ru/www/site.nsf/web/The%20information%20for%20investors Delegation der Deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation Außenstelle St. Petersburg W.O. Bolschoj prospekt 10, RF-199034 St. Petersburg Tel.: 007 812 / 323 79 91 oder 323 79 93, Fax: 323 04 70 E-Mail: service-ahk@spb.hk24.biz, Internet: http://www.hk24.biz Leiter: Dr. Stephan Stein In St. Petersburg gibt es ein deutsches Firmengemeinschaftsbüro, einen sogenannten „Firmenpool". Neue Unternehmen werden ab 1.9.2007 für ein Jahr aufgenommen. Organisation: IHK Lübeck Herr Peter M. Weyrauch Tel. 0451 / 60 06 240, Fax: 60 06 42 40 E-Mail: weyrauch@luebeck.ihk.de Auch St. Petersburg selbst hat Kontaktstellen für die ausländische bzw. deutsche Wirtschaft eingerichtet: International Cooperation Centre St. Petersburg Chamber of Commerce and Industry Tel.: 007 812 / 273-59-08, 272-64-06 E-Mail : irc@spbcci.ru, Website: http://www.spbusiness.net/eng Städtische Agentur für Industrieinvestitionen von St. Petersburg Nab. Kan. Gribojedowa 88-90, RF-190068 St. Petersburg Tel.: 007 812 / 320 50 16, Fax: 320 50 15 E-Mail: gapi@spbgapi.ru, Internet: http://www.spggapi.ru (nur Russisch) St. Petersburger Außenwirtschaftsbüro Glockengießerwall 26, 20095 Hamburg Tel.: 040 / 39 10 61 86 Leiter: Herr Dimitri Utschitel E-Mail: info@spb-hamburg.de Mit Unterstützung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und der Sachen LB wurde 2002 das Dresdner Büro der sächsischen Wirtschaft in St. Petersburg eröffnet. Dresdner Büro der sächsischen Wirtschaft W.O. Bolschoj Prospekt 10, RF-199034 St. Petersburg Tel./ Fax.: 007 812 / 3271974 Handy: 007 812 / 936 69 85 E-Mail: sachsenbuero@spb.hk24.biz Büroleiterin: Swetlana Ordowskaja - Oblast Leningrad / Leningrader Gebiet Das Gebiet um St. Petersburg grenzt an finnisches und estnisches Staatsgebiet. Es hat ca. 1,7 Mio. Einwohner. In den letzten Jahren hat sich hier die Automobilbranche zu einem Schwerpunkt entwickelt. Eine wichtige Rolle spielen auch die drei ganzjährig schiffbaren Häfen. Das Leningrader Gebiet exportiert v.a. Produkte aus den Bereichen Mineralstoffe, Holz und Chemie. Deutschland ist mit über 15% (2005) zweitwichtigster Partner im Import. Importiert werden v.a. Nahrungsmittel und Getränke, Erzeugnisse der anorganischen Chemie, Lacke und Farben, Fahrzeuge, Kunststoffe und Möbel. In Strelna südwestlich von St. Petersburg entsteht derzeit ein Gewerbegebiet fast nur mit deutschen Firmen. Außerhalb St. Petersburgs gibt es jedoch schon einen gewissen Fachkräftemangel. Als Anreiz für Investoren bietet die Administration z.B. Kreditgarantien, aber auch Steuervergünstigungen (z.B. Subventionen in Höhe der Körperschaftsteuer, dies v.a. für große Investitionen). Voraussetzung ist ein Investitionsabkommen des Investors mit der Region, dem auch ein Businessplan beizulegen ist. Privatisierungsvorhaben sind von der Förderung ausgeschlossen. Regierung des Oblast Leningrad (Prawitjelstwo Leningradskoi Oblasti) Committee of Economic Development Suvorovsky prospect 67, RF- 193311 St. Petersburg Tel. 007 812 / 710 78 24, Fax: 576 65 73 E-Mail: lenobl@lenobl.ru, metod.econ@lenreg.ru, Ansprechpartner: Grigorij Victorovich Dvas (Vizegouverneur) Portal der Region, inkl. Brancheninfos: http://eng.lenobl.ru - Kaliningrad Kaliningrad ist der „Sonderfall" unter den russischen Regionen, umschlossen von der EU (nämlich Polen und Litauen) und damit auch getrennt vom Mutterland. Das gesamte Gebiet hat den Status einer „Sonderwirtschaftszone". Das Gesetz zur Sonderwirtschaftszone Kaliningrad wurde 2005 neu gefasst und trat am 1.4.2006 in Kraft. Gesetz: http://www.gov.kaliningrad.ru/index.php?idpage=585 Erläuterung des Gesetzes: http://www.bblaw.com/uploads/media/Neues_Statut_der_Sonderwirtschaftszone_Kaliningrad19.3.pdf Als "Residenten" der Sonderwirtschaftszone können demnach nur nach russischem Recht gegründete juristische Personen aufgenommen werden, keine Filialen und Repräsentanzen. Das Volumen der Kapitalinvestition muss bei mindestens 150 Mio. Rubel liegen (ca. 4,3 Mio. EUR). Die dieser Betrag ist binnen drei Jahren zu erreichen. Gefördert werden Betriebe des verarbeitenden Gewerbes. In den sechs Kalenderjahren nach Aufnahme der Tätigkeit in der SWZ sind Gewinne aus dem Investitionsprojekt steuerfrei. Vom siebten bis zwölften Steuerjahr wird der Gewinnsteuersatz (bestehend aus föderaler und regionaler Steuer) auf 50% des geltenden Satzes reduziert. Gewinne aus dem Investitionsprojekt werden separat von den Gewinnen aus sonstigen Wirtschaftstätigkeiten veranschlagt; für letztere gilt der reguläre Steuersatz. In der Sonderwirtschaftszone Kaliningrad gilt Zollfreiheit bei Warenimport und -export, wenn in lokaler Produktion bzw. Weiterverarbeitung eine zusätzliche Wertschöpfung von mind. 30% erreicht oder eine Veredelung vorgenommen wird. Unter den Begriff der „Veredlung" fallen auch Montage, Reparatur, Verarbeitung/ Verbrauch im Produktionsprozess, Herstellung von Gütern. (Bescheinigung für die Wrtschöpfung durch die örtliche Handels- und Industriekammer). Der Zollvorteil entfällt bei einer späteren Einfuhr in das übrige russische Gebiet, denn die Überführung nach Russland ist von Vergünstigungen ausgenommen. Nach Erfahrungen der AHK liegen aktuelle Hemmnisse u.a. noch bei Problemen im Güterverkehr, dem geringen Angebot qualifizierter Fachkräfte, der Infrastruktur (Firmengelände, Transport) und vielfach auch noch in der Haltung der Administration. Dennoch haben sich u.a. in der Möbel- und Elektronikindustrie in den vergangen Jahren ausländische Firmen angesiedelt. Deutsche Investoren sprechen von Kaliningrad als einem günstigen Produktionsstandort z.B. für Lohnveredelung und Montage, sehen darin jedoch eher einen eigenen Vorteil als ein Zeichen für die wirtschaftliche Dynamik der Region. Regional Development Agency Geologicheskaya Street 1, Office 404-406, RF-236006 Kaliningrad Tel.: 007 4112 / 53 61 20, Fax: 43 08 63 E-Mail: info@rda.baltnet.ru , Internet: http://www.kaliningrad-rda.org/en Ansprechpartner: Sergej Kuznetsov E-Mail: s_kuznetsov@rda.baltnet.ru Delegation der Deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation Außenstelle Kaliningrad Ul. Kutusowa 39, RF-236010 Kaliningrad Tel: 007 4112 / 21 15 38 oder 95 55 44, Fax: 95 42 36 E-Mail: service@kgd.hk24.biz, Internet: http://www.hkhamb-ahk-kaliningrad.com Leiter: Dr. Stephan Stein Föderalbezirk Ural (z.B. Swerdlowsk/Jekaterinburg, Tscheljabinsk, Perm, Tjumen) Zum Föderalbezirk Ural gehört auch Westsibirien. Im Ural und in Westsibirien sind 69% der russischen Vorräte an Erdöl und 66% an Erdgas konzentriert. Erkundung, Abbau, Transport und Verarbeitung von Bodenschätzen prägen daher auch die Wirtschaft des Föderalbezirks und seinen Investitionsbedarf. - Perm Das Gebiet Perm liegt an der Grenze zwischen Europa und Asien, rund 1.100 km östlich von Moskau an den Westhängen des Ural. Es umfasst die Hauptstadt Perm (gut 1 Mio. Einwohner) sowie mehrere Städte unter 100.000 Einwohner. Perm ist ein Verkehrsknotenpunkt (mit Zugang zum Meer über den Fluss Kama) und Durchlaufstation für acht Pipelines. Mit 2,6% des russischen BIP zählt Perm zu den gut entwickelten Regionen. Die Region ist ein Zentrum der Schwerindustrie, hat jedoch auch weitere Industriezweige ( z.B. Maschinenbau, Düngemittel) und eine hohe Zahl an Universitäten und Forschungseinrichtungen. Die Region Perm ist zu 60% von Wand bedeckt; die Stadt Perm besteht zu 40% aus Grünflächen. Von allen Holz-, Zellstoff- und Papierprodukten Russlands stammen 20% aus Perm. Deutschland ist der wichtigste Außenhandelspartner und importiert z.B. Maschinenbauteile, Bunt- und Schwarzmetalle, chemische Erzeugnisse und Lebensmittel. Aktuelle Projekte der Administration beziehen sich z.B. auf die Wasserver- und -entsorgung und der Abfallwirtschaft. Die Kreditfähigkeit der Region Perm wurde von Moody's Interfax im November 2005 auf Aa1 gesetzt. Chamber of Commerce of Perm Department for Business Development and Interregional and International Cooperation Sovetskaya st. 24-B, RF-614000 Perm Tel.: 007 342 / 212 28 11, 210 10 00, Fax: 212 41 12 E-Mail: permtpp@permtpp.ru, Internet: http://permtpp.ru/en/services Leiterin: Elena Aleksandrovna Mironova - Gebiet Swerdlowsk / Stadt Jekaterinburg Jekaterinburg ist Russlands viertgrößte Stadt, stark industriell geprägt und mit vielen technologischen Forschungseinrichtungen. Bis vor wenigen Jahren war sie eine „geschlossene Stadt", für Ausländer und wirtschaftlichen Austausch unzugänglich. Inzwischen sind etliche ausländische Firmen vor Ort präsent. Unternehmerverbände und Wirtschaftsfördereinrichtungen, Adressen: http://www.bisnis.doc.gov/bisnis/bisdoc/0609supportYekat.htm - Gebiet und Stadt Tjumen Das Gebiet Tjumen ist nach Wirtschaftskraft und Fläche die Nr.1 unter den russischen Regionen. Es erwirtschaftet rund 10% des russischen BIP. Erdgas- und Rohölförderung sowie –veredelung sind die Träger dieser hohen Wirtschaftskraft. Energiewirtschaft, Transport und Logistik sind weitere Schwerpunkte, die den Rahmen für ein heranwachsen auch mittelständischer Betriebe bilden. Diese verbessern auch die Bedingungen für Handel und Dienstleistungen. Die Administration legt Wert auf eine weitere Diversifizierung der Wirtschaft und hat dazu u.a. einen Technologiepark eingerichtet. Unternehmen, die sich dort ansiedeln, können Steuervorteile erhalten. Administration des Gebiets Tjumen Abteilung für strategische Entwicklung Platz der Republik 52, RF-625019 Tjumen Tel.: 007 3452 / 46 50 64, Fax: 46 51 04 Leiter: Vadim Michailowitsch Chumkov E-Mail: ChumkovVM@invest.tmn-obl.ru Kontaktbüro Tjumen in Deutschland: COMMIT Project Partners GmbH Friedrichstrasse 95, 10117 Berlin Tel: 030 / 20 61 64 80, 20 61 64 811 E-Mail: berlin@commit-group.com, Internet: http://www.commit-group.com Geschäftsführer: Herr Gerrit Schmitter Föderalbezirk Wolga (z.B. Nishni Nowgorod, Samara, Republik Bashkortostan) Der Föderalbezirk Wolga erwirtschaftet rund 24% der gesamten russischen Industrieproduktion - mehr als jeder andere Bezirk. - Nishni Nowgorod Nishni Nowgorod, an der Mündung der Oka in die Wolga gelegen, gehört zu den entwickelten Wirtschaftsstandorten Russlands (2005: Rang 11 unter den russischen Regionen). Über 80% des BIP werden durch industrielle Betriebe erwirtschaftet. Etwa 45% der Produktion stellt der Maschinenbau. Auch die weiterverarbeitende Industrie, der militärisch-industrielle Kompex, die Nahrungsgüterindustrie, sowie die Holz- und Papierverarbeitung sind wichtige Standbeine der regionalen Wirtschaft. Das Gebiet Nishni Nowgorod exportiert seine Produktion zum weit überwiegenden Teil. Inzwischen gibt es vor Ort auch eine Reihe westlicher Investitionen. - Republik Bashkortostan Die Republik Bashkortostan liegt südwestlich des Ural im europäischen Teil Russland. Sie genießt politische Autonomie, die v.a. für eine von Moskau unabhängige Wirtschaftspolitik genutzt wird. Diese stützt sich auf den immensen Rohstoffreichtum. Bashkortostan (mit der Hauptstadt Ufa) ist das wichtigste Zentrum der russischen Erdölverarbeitung (etwa 10% der gesamten Förderung) und gilt (neben dem Gebiet Krasnodar) als „Kornkammer" Russlands. Ergänzend gibt es – vorwiegend Großunternehmen – der Buntmetallurgie sowie der Holz- und Forstwirtschaft. Deutschland ist ein wichtiger Lieferant für chemische und metallurgische Erzeugnisse. Bashkortostans (politische) Administration hat unter Vertretern der deutschen Wirtschaft einen guten Ruf. Firmengemeinschaftsbüro Ufa Ul. Sorge 70/1, RF-450075 Ufa Tel.: 007 3472 / 447 231, Fax: 447 231 E-Mail: b.khamidov@commit-group.com Internet: http://www.commit-group.com (-> Firmenpool Ufa) Ansprechpartner: Herr Bulat Khamidov (Deutsch) Südrussischer Föderalbezirk (z.B. Rostow am Don, Krasnodar, Stawropol) Der russische Süden ist agrarisch geprägt. Die Nahrungsmittelindustrie ist der wichtigste Industriezweig, ergänzt durch Agrochemie und Agrarmaschinenbau. Der Bezirk grenzt ans Schwarze Meer. Dort ist eine unter Russen beliebte Tourismusregion entstanden, jedoch mit einer noch schwach entwickelten Infrastruktur. Die dritte Stütze der regionalen Wirtschaft ist die Bauwirtschaft. - Gebiet und Stadt Krasnodar Das Gebiet Krasnodar zählt mit 5,1 Mio. Einwohnern zu den bevölkerungsstärksten Russland. Über die acht Großhäfen des Oblasts werden 40% des gesamten Warenumschlags aller russischen Häfen realisiert; nicht zuletzt ist die Region ein wichtiger Transitweg für Öl- und Gastransporte. In Produktion und Export überwiegen agrarische Produkte. Agrartechnologie, Transport/Logistik und Modernisierung kommunaler Wohnungen sind Bereiche, in denen sich auch westliche Investoren engagieren. Im September 2005 setzte Standard&Poor's das Rating für die Kreditprognose der Region auf „positiv" hoch. Die Region Krasnodar (Russisch: „Kuban") bemüht sich seit einigen Jahren verstärkt um Aufmerksamkeit unter deutschen Unternehmen. Jüngste Kooperationsveranstaltungen: http://www.region-krasnodar.de Ein deutsches Firmengemeinschaftsbüro in Krasnodar, ein sogen. „Firmenpool" wurde Ende 2005 nach mehreren erfolgreichen Jahren aufgelöst. Einträge dazu finden sich allerdings noch auf vielen Websites. Vor Ort unterstützt die Administration interessierte Investoren z.B. bei der Wahl des Standorts, der Regelung der Immobilienangelegenheiten und bei der Vergabe behördlicher Genehmigungen. Sie bietet zudem Vergünstigungen, darunter zeitliche Aufschübe für die Abführung der Gewinnsteuer und eine Reduzierung derselben für Projekte, die von der Administration als „prioritär" eingestuft werden. Außerdem gibt es verschiedene Ansätze wie z.B. Investitionsgarantien, um Projekte zu unterstützen, die durch Leasing finanziert werden. Department of Economic Development, Investments and Foreign Relations of Krasnodar Krai Krasnaya Ul. 35, RF-350014 Krasnodar Tel.: 007 861 / 253 45 98, Fax: 253 25 05 E-Mail: dpskk@rambler.ru Ansprechpartner: A.P. Netschuschkin Portal der Administration: http://economy.kubangov.ru (Englisch) Portal der Administration mit Kartenmaterial über Investitionsstandorte, Kurorte, Naturschätze etc.: http://www.gis.kuban.ru/deu (Deutsch) - Rostow am Don Die Region Rostow (mit der Hauptstadt Rostow) gehört zu den am schnellsten wachsenden Regionen Russlands. Rostows Reichtum ist Kohle. Vor allem getragen von der verarbeitenden Industrie, der Bauwirtschaft und der Agrarindustrie wuchs die Wirtschaft 2006 um 8,8% (für 2007 sind 9,6% avisiert). Der Außenhandel des Gebiets ist noch stärker ausgeprägt als der der Region Krasnodar. Rostow hat eine im Wettbewerb russischer Regionen ausgezeichnete Gesetzgebung im Bereich „Entwicklung des mittelständischen Unternehmertums". Staatliche Unterstützung für die örtliche Wirtschaft gibt es z.B. durch Zinszuschüsse, Leasingzuschüsse, sowie Zuschüsse beim Erwerb von Patenten und Lizenzen. Investment Promotion Agency of Rostov Region Voroshilovsky Ave. 54, 3-rd floor, RF-344010 Rostov am Don Tel.: 007 863 / 291 31 20, Fax: 291 30 65 E-Mail: general@ipa-don.ru , Internet: http://www.ipa-don.ru Leiter: Herr Vadim Vikoulov Föderalbezirk Sibirien (z.B. Nowosibirsk, Krasnojarsk, Irkutsk, Tomsk, Altai) Der sibirische Föderalbezirk umfasst 16 Regionen und rund 30% des russischen Staatsgebiets; auf diese Fläche verteilen sich 20 Mio. Einwohner. Die Infrastrukturbedingungen in Südsibirien sind vergleichsweise gut, der Qualifizierungstand der Bevölkerung hoch. Novosibirsk als Forschungs- und Tomsk als Lehrstandort haben russlandweit einen guten Ruf, v.a. durch die technischen Branchenuniversitäten. - Novosibirsk Die „Wissenschaftsstadt" Novosibirsk ist (mit 1,4 Mio. Einwohnern) Russlands drittgrößte Stadt. Sie verfügt über eine hohe Anzahl technischer Forschungseinrichtungen. Sie haben zum Teil eigene Produktionsstätten, in denen technische Komponenten gefertigt werden. Das Wissenschaftszentrum „Akademgorodok" 30 km südlich von Novosibirsk hat Tradition. Zur Zeit werden dort gezielt IT-Betriebe angesiedelt. Weitere Schwerpunkte der Region sind die Nahrungsmittelindustrie (25%), der Maschinenbau und die Metallverarbeitung (zusammen 22%), sowie Handling und Transport der Produktion und des Bedarfs benachbarter Regionen. Hier treffen die Bahnlinien aus der Kohleregion Kuzbass, der Transsib und aus Zentralasien. 52 deutsche Niederlassungen bzw. Repräsentanzen gibt es schon vor Ort. Die Gebietsadministration unterstützt die Unternehmerschaft u.a. durch ein Gesetz, das die Subventionierung von Kreditzinssätzen vorsieht. Regionalprofil (November 2005): http://www.bisnis.doc.gov/bisnis/bisdoc/0511novosib.htm Hinweise zur Büroeröffnung (Januar 2006): http://www.bisnis.doc.gov/bisnis/bisdoc/0602Novosibirskofficereport.htm Delegation der Deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation Außenstelle Nowosibirsk ul. Lenina 21, Hotel "Sibir", Zimmer 729, RF-630004 Novosibirsk 4 Tel.: 007 3832 / 23 46 56, Fax: 23 46 56 E-Mail: deis@sib.ru Leiter: Hugo A. Deis (Deutsch) Informations- und Wirtschaftszentrum des Nowosibirsker Gebiets Bockenheimer Landstraße 106, 60323 Frankfurt / Main Tel.: 069 / 74 22 08 82, Fax: 74 22 08 84 E-Mail: novosibregion@aol.com Ansprechpartner: Anatolij Neverow - Gebiet und Stadt Krasnojarsk Die Region Krasnojarsk umfasst u.a. die Stadt Krasnojarsk (mit knapp 1 Mio. Einwohnern) und die Stadt Norilsk, bekannt als Nickelstandort. Das Gebiet gehört zu den fünf wirtschaftsstärksten Russlands; 70% des regionalen BIP werden im Außenhandel erwirtschaftet. Exportgüter sind Bunt- und Schwarzmetalle sowie Produkte daraus, chemische Erzeugnisse, Holz und Holzwaren, sowie Maschinen und Ausrüstungen. Wichtigste Importgüter sind chemische Erzeugnisse, Nahrungsmittel, Maschinen und Ausrüstungen. Unter den Importpartnerländern steht Deutschland auf Platz drei. Am Standort Priangarie entsteht zur zeit ein völlig neues Industriezentrum. Hier sollen Rohstoffe abgebaut und Produktionen angesiedelt werden. Die russische Regierung unterstützt das Projekt finanziell, doch der größte Teil kommt von privaten Investoren. Im Bereich der Energiewirtschaft will die Administration weitere Anstrengungen unternehmen. Repräsentanz der Region Krasnojarsk Nishnij Kiselnij 10, RF-107031 Moskau Tel.: 007 495 / 517 90 84, Fax: 923 83 11 Ansprechpartner: Igor Kuzin - Altai Die Region Altai liegt im Süden Westsibiriens; sie grenzt an das Gebiet von Novosibirsk und an die nördlichen Industrieregionen Kasachstans. Die Region ist relativ dünn besiedelt. Stützpunkte der regionalen Wirtschaft sind die Metallindustrie, die chemische Industrie und der Agrarmaschinenbau, sowie die landwirtschaftliche Produktion. Das Altai-Gebirge ist aber auch eine beliebte Tourismusregion. In der Region liegt auch die Stadt Bijsk, eine der zehn offiziellen russischen Wissenschaftsstädte. Im Gebiet Altai befindet sich auch ein Deutscher Landkreis („Deutscher Nationaler Rayon") sowie eine Sonderwirtschaftszone. Diese vergibt Steuerbefreiungen für fünf Jahre. Voraussetzung ist die kostenpflichtige Registrierung als SWZ-Nutzer (Kosten: 80 monatliche Mindestlöhne). Verwaltung für Internationale und Interregionale Beziehungen der Region Altai Leninprospekt 41, RF-656049 Barnaul Tel.: 007 3852/36 90 48, Fax: 26 23 60 E-Mail: dved@itt.ru Leiter: Herr Alexander Zhilin Hauptverwaltung für Wirtschaft und Investitionen der Region Altai Prospekt Komsomolski 118, RF-656035 Barnaul Tel.: 007 3852 / 66 94 95, Fax: 35 48 13 E-Mail: econom@alregn.ru Leiter: Herr Michail Schetinin Industrie- und Handelskammer Prospekt Krasnoarmejski 72, RF-656049 Barnaul Tel.: 007 3852 / 26 99 86, Fax: 26 99 45 E-Mail: mail@alttpp.ru, Internet: http://www.alttpp.ru Vertretung der Region Altai in Deutschland: Unter den Linden 55-61, 10117 Berlin Tel.: 030 / 85 72 85 39, Fax: 78 71 64 99 E-Mail: altkraj@aol.com Ansprechpartner: Herr Oleg Kislow Fernöstlicher Föderaler Verwaltungsbezirk (z.B. Chabarowsk, Wladiwostok) Der Ferne Osten Russlands liegt an der chinesischen Grenze – entsprechend stark sind die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern in diesem Verwaltungsbezirk. So wird in der Region Chabarowsk die Energie (Öl, Erdgas, Stein- und Braunkohle) für den Boom in China gefördert. Westliches Know-how jedoch ist auf der russischen wie auch der chinesischen Seite der Grenze gefragt. - Chabarowsk Die Region und Stadt Chabarowsk liegen sieben Flugstunden östlich von Moskau. Die Förderung der natürlichen Ressourcen steht hier ökonomisch im Mittelpunkt, daher gibt es derzeit größere Vorhaben zur Modernisierung der Energiewirtschaft und zur Effizienzsteigerung in der Forstwirtschaft. Weitere Akzente setzen die Gold- und Zinnvorkommen, die Elektrotechnik, der Maschinenbau und die chemische Industrie. Schiffstransporte nach China, eine Anbindung an die Transsibirische Eisenbahn und der Ganzjahreshafen Vanino am Pazifik ermöglichen es Chabarowsk, zum Umschlagplatz großer Gütermengen zwischen China und Russland aufzurücken. Auch unter den Auslandsinvestoren in der Region dominieren die Chinesen – wobei das nachbarschaftliche Verhältnis von russischer Seite nicht als Wahlverwandtschaft empfunden wird. Dabei spielen auch die Verseuchung der Grenzflüsse durch chinesische Betriebe und die damit verbundenen Wasserversorgungsprobleme eine Rolle. Industrie- und Handelskammer Uliza Sherenow 113, RF-68060 Chabarowsk Tel. 007 4212 / 30 47 70, Fax: 30 54 58 E-Mail: admin@dvtpp.ru, Internet: http://www.dvtpp.ru Abteilung für Außenwirtschaftsfragen: Tel.: 007 4212 / 30 53 93, Fax: 30 54 58 E- Mail: info@dvtpp.ru Quelle: Sparkassen-Finanzgruppe |
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